#370 – Anzeige: Wasserstoff-Lkw – Vom Klimaprojekt zum Business Case
Shownotes
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00:00:03: Herzlich willkommen bei Verkehrsrundschauffunk, ihrem wöchentlichen Podcast für Spedition, Transport und Logistik.
00:00:09: Mein Name ist Alexander Hiebel und ich freue mich dass Sie heute wieder mit dabei sind.
00:00:14: Speditionen müssen Emissionen reduzieren stehen zugleich aber unter erheblichen Kosten- und Effizienztruck.
00:00:20: Während batteribetriebene Lkw zunehmend an Bedeutung gewinnen haben viele Unternehmer noch einige Bedenken sich auf Brennstoffzellen LkW einzulassen.
00:00:29: Dabei gilt Wasserstoff, vor allem im Schwerlastverkehr als vielversprechende Ergänzung.
00:00:34: Wie es um die Versorgung und die Stimmung im Land tatsächlich steht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen damit sich die Technologie am Markt durchsetzen kann besprechen wir heute mit Paul Bruns dem Director Sales and Business Development bei H-II Mobility.
00:00:48: Sein Fokus liegt auf der Entwicklung von wirtschaftlichen Einsatzszenarien für Wasserstoffnutzfahrzeuge insbesondere LKW und Busse.
00:00:56: Herr Bruns ist seit nahezu zwanzig Jahre für international verschiedene Firmen tätig.
00:01:01: Wie zum Beispiel MAN Truck & Bus, Daimler Truck sowie zuletzt war er bei der Fauengruppe.
00:01:07: Herr Brunns schön dass Sie heute da sind.
00:01:08: vielen dank das sie sich Zeit nehmen.
00:01:10: Vielen
00:01:10: Dank Herr Hiebel.
00:01:11: Wenn man die Diskussion verfolgt könnte man meinen die wichtigste Frage im Güterverkehr lautet Batterie oder Wasserstoff und gleichzeitig stehen Speditionen unter Kostendruck.
00:01:20: Die Politik fordert Emissionsreduktionen Und die Branche muss ihren Weg in Richtung Klimaneutralität finden.
00:01:26: Haben wir uns in Deutschland auf die falsche Debatte konzentriert?
00:01:43: Und das ist eigentlich das einzige Mittel, was wir im Moment haben.
00:01:58: Das ist nämlich emissionsfrei zukünftig zu fahren, zu hundert Prozent.
00:02:03: und aktuell spiegelt es ja auch sozusagen die Nutzfahrzeugindustrie wieder dass das mit Batterie elektrischen Fahrzeugen erfolgen soll oder eben mit Brennstoffzellen, elektrische Fahrzeuge also Wir haben immer einen E-Motor.
00:02:16: Die Unterscheidung hier in den Technologiesträngen ist eher wie ich die Energie, die den E-Motor versorgt, speichere.
00:02:23: Und das kann ich dann in Form von einer Hochvolt-Batterie machen oder eben in Form vom Wasserstoff.
00:02:28: Beim Wasserstoff habe ich natürlich einen kleinen Vorteil und zwar dass ich hier eine höhere Energiedichte habe.
00:02:32: Das heißt, ich kann in einem Kilogramm Wasserstoff speichern und das ist sozusagen da der Pluspunkt für den Wasserstoff.
00:02:40: auf die schnelleren Betankungsseiten nicht so.
00:02:43: trotz gibt es auch für die Batterie elektrische Technologie oder den Technologiestrang, Batterie-Elektrik genügend Anwendungen wo sich eine Vorteilhaftigkeit ergibt und ich glaube das gilt es zu untersuchen im Detail.
00:02:54: Das gilt es auch mit den Kunden zu besprechen und da ist ein gewisser Pragmatismus glaube ich auch gefragt dass man versteht das sind hier neue Technologien die auch irgendwo von unserer Industrie entwickelt werden müssen und dafür braucht man auf dem Markt und dafür muss man in die Erprobung kommen.
00:03:07: Grundsätzlich ist es ja auch ein internationales Thema und wir sehen ja, dass an beiden Technologiestrengen in Asien, Amerika mit Elan gearbeitet wird.
00:03:17: Und wenn uns das die Nutzfahrzeugindustrie hier in Europa ebenso widerspiegelt... Denke ich, sollten wir uns dann eigentlich nicht auf diese Diskussion einlassen.
00:03:25: Sondern eben wie dahin kriegt man das Ganze auch wirtschaftlich tragfähig umgesetzt?
00:03:30: Und da geht es um das Thema CO-Zweivermeidung.
00:03:33: und ob sich die eine oder andere Technologie dafür verwende ist im Einzelfall in der Anwendung begründet.
00:03:39: Das kann man ja untersuchen und sich anschauen.
00:03:41: Viele Speditionen haben das Gefühl zwischen Klimazielen, Kostendruck und neuen Technologien so ein bisschen eingeklemmt zu sein.
00:03:48: Wie erleben Sie denn die Stimmung aktuell in der Branche?
00:03:51: Das ist so.
00:03:52: Wir haben ja nicht nur emissionsfreie Technologien, wir haben dann auch noch Brückentechnologien.
00:03:58: und dann ist immer die Frage – Ist diese Brücke jetzt eine kleine Brücke oder ist das eine längere Brücke?
00:04:03: Und natürlich schaut sich jeder Unternehmer ganz genau an wie sich dieses neue Technologie, den er da einsetzt im Vergleich zum Diesel-Verhält.
00:04:11: Aber ein sei gesagt, auch der Diesel ist nicht mehr planbar.
00:04:14: Also was wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, ist ja ganz klar eine enorme Volatilität im Dieselpreis die auch da sozusagen den Einsatz von Diesel Lkw nicht unbedingt mehr leicht macht über einen längeren Zeitraum.
00:04:25: Das heißt hier gibt es eigentlich jetzt schon genügend Beispiele wo man gerade sagen kann mit einem Batterie elektrischen LkW oder einem Brennstoffteilen-Lkw lassen sich ja eben für den grün Strom Kontrakte schließen mit längeren Laufzeiten, die dann planbar sind und die dann irgendwo auch in Richtung Kostenparität diese laufen.
00:04:47: Also es braucht einen wirtschaftlichen Rahmen von Zeiten der Politik?
00:04:50: Gibt's denn da schon die richtigen Vorstöße Ihrer Meinung nach?
00:04:54: Ja also zunächst mal übergeordnet.
00:04:56: Die EU-Direktiven, die ich zum Teil eben schon angesprochen habe, die ja auch noch weiterhin verschärft auf den Druck auf die Nutzfahrzeugindustrie erhöhen, entsprechende Fahrzeuge in den Markt zu bringen.
00:05:07: Was aber ganz, ganz wichtig ist oder das Wichtigste Wort ist eigentlich Verlässlichkeit.
00:05:12: Dass man einfach sieht, dass es jetzt eine Aufgabe gilt nicht für den Jahr- oder für einen politischen Zyklus sondern die gilt bis zu zweizigfünfundvierzig und dafür braucht man eine Planbarkeit unter Verläslichkeit.
00:05:21: Das heißt wir haben hier zum Beispiel die Möglichkeit für solche Fahrzeuge von der Maut befreit zu sein.
00:05:27: Es ist ein entscheidender großer Hebel da muss man auch gar kein Geld in die Hand nehmen.
00:05:31: also wir haben eine Maut wurde erhöht.
00:05:32: Das ist auf einem großen Kritikpunkt sag ich mal der Branche, dass eben hier mehr Maut eingenommen wird über die Mauterhöhung.
00:05:40: Aber nicht alles dahin fließt wo es die Spititeure bräuchten um entsprechend klimaneutrale Fahrzeuge einsetzen zu können.
00:05:50: aber das ist ein ganz entscheidender Hebel.
00:05:51: im Moment haben wir die klare Aussage dass bis zwanzig und dreißig in Mautbefreiung besteht.
00:05:57: aber wir brauchen eigentlich auch über diesen Zeitpunkt hinaus Noch eine gewisse Zusage, weil ein Unternehmer rechnet bei der Anschaffung von einem Lkw über die gesamte Lebenslauf- oder Einsatzzeit mit etwa sieben acht Jahren.
00:06:12: Und bei der anschaffung muss das irgendwo berücksichtigt werden.
00:06:15: Im Moment haben wir diesen Horizont bis zwanzig einund dreißig aber da müsste mehr Sicherheit rein.
00:06:21: Klimaschutz ist wichtig, aber am Ende entscheidet für viele Speditionen eben auch der Preis.
00:06:26: wie reagieren Sie denn darauf?
00:06:28: Grundsätzlich ist es so, dass es in der Vergangenheit sicherlich nicht zu TCO-Parität möglich war Wasserstoff LKW einzusetzen und wir haben aber jetzt ich glaube in diesem Jahr entscheidende Entwicklung die das jetzt doch möglich machen.
00:06:45: Und darauf reagieren wir natürlich indem wir bereits an mehreren Tankstellen auch hier schon eine Reduktion der Zapfsäulenpreise kommuniziert haben.
00:06:54: Anfang Juni Dezember letzten Jahr ist das Instrument des THG-Quoten handelt für grünen Wasserstoff.
00:07:00: Das bedeutet, wir können also mit dem Inverkehr bringen von grünem Wasserstoff THG Quote handeln.
00:07:07: Das sind dann Einnahmen die wir erzielen und diese Einnahmen nehmen wir um eben auch den Preis an der Zappsäule zu senken gerade wenn wir Expeditionen haben Logistiker die bei der Anschaffung eines Lkw schon feste Touren in Planungen haben, das heißt dann kann man auch ins Gespräch kommen.
00:07:21: Also und da kann man gewisse Volumina abschätzen, die dann vertankt werden können über einen Jahr an Gewissenstationen und darauf basieren kann man dann auch schon mit diesem Instrument THG Quote sehr gute Preise dem Logistiker anbieten, die man auch bis zu vier fünf Jahre festhalten kann.
00:07:38: Und das bietet wirklich Verlässlichkeit weil dann kriegen wir mittlerweile schon ein Szenario hin was auf Dieselparität läuft, wir haben auch Szenarien wo wir schon unter Dieselparität sind.
00:07:46: und wenn ich sage Dieselparitet meine ich jetzt nicht.
00:07:49: Wir haben gerade eine Ölkrise oder es gibt gerade international gewisse Schwierigkeiten die den Preisen mal oben treiben lassen dann.
00:07:55: Die reden hier über Vorkrisenniveau also equivalent diesel ein Euro fünfzig einen Euro fünfundfünfzig.
00:08:00: da können wir uns heute schon einpendeln mit grünen Wasserstoff.
00:08:04: Und aus ihrer Erfahrung für welche Speditionen lohnt sich ein Brennstoffzellenöcker wie heute besonders?
00:08:10: Pauschal kann man einfach sagen Schere Ladung über weite Distanzen, das ist etwas was schon für die Anwendung von Wasserstoff spricht.
00:08:21: Aber auch da es gilt wirklich immer im Detail zu schauen was ist die Transportaufgabe die der Logistika hat?
00:08:27: wie groß ist der Fuhrpark?
00:08:28: welche Standorte hat der Unternehmer?
00:08:31: Wie möchte sich das Unternehmen auch mittelfristig entwickeln?
00:08:35: und da gibt es dann Cases die sowohl für diesen einen Technologiestrang als auch den anderen sprechen und dann ist es gar nicht mehr so einfach wirklich zu in irgendeiner Anwendung, zu verharren und sagen das wird immer Wasserstoff sein oder dass wird immer Batterie sein.
00:08:47: Das sind wirklich dann immer Einzelbetrachtungen und da kann ich eigentlich nur jeden einladen sich da auch permanent auszutauschen oder im Austausch zu bleiben weil es sich einfach auch umdurchschnittlich viel bewegt.
00:08:59: wir haben auch auch Szenarien im Verteilerverkehr wo einfach dann ein Kunde sagt also ich habe Ich kriege meinen Betriebshof nicht elektrifiziert.
00:09:08: Und ich muss mit einem Anhänger fahren, das ist Gewicht und ich muss vierhundert Kilometer am Tag fahren und das irgendwie dreihundertsechzig Tage im Jahr weil ich aus den Krankenhäusern die Wäsche abhole und ich krieg die Lade für Infrastruktur bei mir nicht auf dem Hof gebaut ja?
00:09:19: Das ist ein klassischer Verteiler aber eben Anhänger also zusätzliche Last Und so ergibt sich dann plötzlich doch eine Vorurteilhaftigkeit für den Wasserstoff.
00:09:27: Aber das kann man untersuchen, da gibt es TCO-Analysetools die sowohl Dieselbatterie oder Wasserstoff miteinander vergleichen und wenn man sich da gemeinsam an einen Tisch setzt mit dem Nutzfahrzeughersteller mit uns der Kunde dann schaut wo was Sinn macht.
00:09:42: Dann kommt man eigentlich immer auf ein zwei Cases wo das wirklich gut passt.
00:09:47: Ich glaube ist es wichtig zu verstehen Wenn man nen Fuhrpark hat von Fünfzig oder Hundert Lkw Es wird wahrscheinlich nachher ein Seßzig, dreißig oder einen fünfzig-fünfzig werden.
00:09:56: Man weiß es nicht aber je früher man sich sage ich mal mit der Thematik beschäftigt und auch darauf hin wirkt dass in seiner unmittelbaren Umgebung oder auf den geplanten Routen entsprechende Infrastruktur entsteht dann ist man gut für die Zukunft aufgestellt.
00:10:12: Es gibt immer noch viele Vorbehalte gegenüber Wasserstoff Lkw.
00:10:16: welche Erfahrungen machen Sie denn aktuell tatsächlich am
00:10:19: Markt?
00:10:20: Das ist so und so.
00:10:20: Es ist ein sehr kompliziertes Thema, und es wird auch oft sehr politisch diskutiert.
00:10:26: Dann hört man grüner Wasserstoff – den gibt's nicht!
00:10:28: Ich kann dann zu nur sagen inzwischen sind siebzig Prozent des Wasserstoffs, den wir an unseren vierunddreißig Tankstellen in Deutschland vertreiben, grün.
00:10:35: Und wir wollen bis achtundzwanzig zu hundertprozenten grünen Wasserstoff anbieten.
00:10:39: Wenn man die Elektrolyse-Projekte anschaut, so wie jetzt aktuell entstehen also in Lingen, da wird ab sieben zwanzig Ein Wasserstoffprojekt kommt mit einem Elektronisör, mit dreieinhalb Megawatt Weißung.
00:10:50: Das sind fünf Komma sechs Tonnen grün Wasserstoff in der Stunde.
00:10:52: das muss man auch erstmal dann irgendwie in den Markt bekommen.
00:10:55: also ich würde mal jetzt darauf behaupten Grüne Wasserstoff ist theoretisch unbegrenzt vorhanden.
00:11:03: lasst uns diesen Challenge doch gerne angehen.
00:11:05: Ich glaube wir kriegen das hin dass andere was man einfach hört ist naja aber der Wasserstoff muss dann doch erst Mal in die Industrie.
00:11:12: auch da bin ich der Meinung, dass wir in der Industrie eine andere Zahlungsbereitschaft und auch andere Mengen haben die dort abverlangt werden.
00:11:20: Und wir ja eigentlich auch so eine Technologie oder so ein Medium wie Wasserstoff in der Infrastruktur skalieren müssen.
00:11:25: und da ist einfach die Zahlungs Bereitschaft in der Mobilität höher.
00:11:29: und das sieht man auch zum Beispiel in einer Entwicklung in den Niederlanden, die uns da schon so ein bisschen was voraus sind, dass das dort das verstanden wird, dass für den Wasserstoff über die Mobilität irgendwie in die Industrie bringen.
00:11:39: also auch das ist ein Vorbehalt den es zu entkräften gibt.
00:11:44: Entscheidend ist das Probieren, also wir haben uns dann auch irgendwie dazu entschlossen zu sagen diese Einstiegsförde in die Wasserstoffmobilität etwas zu senken und haben uns vor drei Monaten dazu entschlossen mit unserem Partner Highline einen Wasserstoff LKW eben bei uns in den Fuhrpark zu nehmen kurze Zeiträume zum Testen zur Verfügung zu stellen.
00:12:10: Das sind also mindestens zwei Wochen, wo sich Unternehmen dann ein Lkw von uns mieten können und dann hier sehr günstig für zwei Wochen einfach Tests durchführen und dann auch wirklich die realen Verbräuche in Routen feststellen und mit dieser Technologie und dem Thema Tankstelle wie wird so ein Fahrzeug betankt da ihre Erfahrungen sammeln können?
00:12:32: Und wir sehen dann eigentlich wie schnell Vorbehalte, die so in den ersten Gesprächen... Also da hatte man schon fast das Gefühl.
00:12:41: Man wird da irgendwie nie zueinander kommen.
00:12:43: und dann ist nach einer Woche plötzlich der Fahrer so begeistert von dem Fahrzeug, das Geräusch los dahin gleitet und die Betankung in sieben Minuten funktioniert.
00:12:52: und dann guckt man auf die TCO-Rechnungen mit den echten Verbräuchern und den Preisen, die wir da in Aussicht stellen.
00:12:58: und plötzlich ist es ganz charmant ja?
00:12:59: Und dann hat man plötzlich einen Kunden, der anfänglich noch gesagt hat ne ich glaube dass wird eher nichts der dann im Nachgang gesagt, okay ich beteilige mich hier im Vorderaufruf mit fünf Fahrzeugen.
00:13:08: Ich mache damit das ist eine tolle
00:13:09: Sache.".
00:13:10: Man muss sich trauen man muss auch daran arbeiten auf unserer Seite natürlich hier möglichst ein gutes Angebot zu machen was es Unternehmen möglich macht mit geringen Mitteln da erste Erfahrung zusammen aber dann wird das auch etwas.
00:13:27: und was ich so bisschen erlebe ist halt dass grad Der Mittelstand hier in Deutschland für solche Themen sehr offen ist.
00:13:32: Es sind sehr oft familiengeführte Unternehmen, wo dann auch gleich der Geschäftsführer Inhaber ist und dann mit am Tisch sitzt und solche Dinge gerne mitgestaltet.
00:13:42: So viel zu der Frage wie einfach der Einstieg inzwischen geworden ist.
00:13:45: also wer hier mal Wasserstoff ausprobieren möchte gerne einfach direkt an euch an Age to Mobility wenden?
00:13:52: Genau!
00:13:53: Kritiker sagen oft, es fehlen die Tankstellen.
00:13:56: Wie weit ist denn der Infrastrukturaufbau tatsächlich bei uns in Deutschland?
00:14:00: Ich würde sagen, das ist schon sehr weit.
00:14:02: Was halt schwierig ist, ist dass wir tatsächlich im Verlauf der letzten zwei Jahre einige Tankstellen auch schließen mussten und dann wird's etwas kompliziert.
00:14:13: Also man hat hier unterschiedliche Druckstufen, man hat unterschiedliche Größen von Tankstellen, die vor zehn Jahren gebaut worden sind, die technologisch dann auch noch auf einem ganz anderen Level sind.
00:14:25: Was inzwischen stattgefunden hat ist definitiv in der Branche ein Umdenken weg von nur kleinen Pkw-Tankstellen, die irgendwo in einer größeren Tankstelle integriert sind hin zu einer wirklich modernen Hochleistungswasserstofftankstelle an der ich eben dann unterschiedliche Druckstufen anbieten kann und somit dann vom PkW über den LKW bis hin zum Bus alles darstellen kann oder anbieten kann.
00:14:49: Wir haben in diesem Zuge dann auch eben eine gewisse Umstrüpfelierung vorgenommen, entscheidend sind natürlich die Transportkosten von Wasserstoff an die Tankstelle hin.
00:14:58: wir sprachen eben vorher über die Preissensibilität bei dem Thema und da ist es natürlich entscheidender, je mehr Abnahme ich an der Tankstell habe, desto besser kann ich die Kosten dort verteilen Und das haben wir sehr gut hinbekommen.
00:15:12: Also, wir haben inzwischen ja auch in Düsseldorf im letzten Jahr die größte Wasserstofftankstelle Europas öffnen dürfen mit sozusagen ein bisschen eigener Entwicklung, die auch dahinter steckt sowohl an der Kompassorentechnik als auch gerade in Dispenser und wir kriegen da wirklich Stand heute bis zu zweieinhalb Busse am Tag bedient mit Wasserstoff, wir können auch bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig vertanken und das sind unter zehn Minuten.
00:15:37: Das ist ein Performance die vor fünf Jahren so noch gar nicht irgendwie... Denkbar waren, also da sieht man eine rasante Entwicklung und das sehen wir dann eben auch im Abzatzfolon.
00:15:46: Wir haben uns die Zahl nochmal angeguckt in den letzten Tagen.
00:15:49: Also wir sind aktuell bei vierzig Prozent Umsatzwachs zum Vergleich zum Vorjahreszeitraum in dieser Kategorie LKW und Bus.
00:15:57: Da ist ein klares Signal auch dar, dass sich jetzt das Thema positiv
00:16:01: entwickelt.".
00:16:01: Und wenn wir etwa fünf Jahre in die Zukunft blicken?
00:16:04: Was muss denn passieren damit Wasserstoff im Schwerlastverkehr den Durchbruch schafft?
00:16:09: Wir brauchen natürlich Abnahme, wir haben auch neue Projekte über den aktuellen Förderaufruf eingegeben und da ist es wichtig zu verstehen.
00:16:17: Natürlich möchte ein großer Logistiker der Fünfhundert Lkw in seinem Fuhrpark hat bevor er auf zwanzig dreißig Fahrzeuge geht irgendwie zweieinhalb Tankstellen verteilt in Deutschland sehen.
00:16:27: das ist ja verständlich aber... Das müssen wir auch gemeinsam aufbauen.
00:16:31: Wir reden hier von so einem Hub-Gedanken, also wir müssen erst mal eine Tankstelle bauen mit zwanzig dreißig Fahrzeugen drum herum dann haben wir die Kosten im Griff und dann geht das Thema los und dann müssen sich diese Hubs irgendwann vernetzen.
00:16:43: Und da sind so Förderaufrufe wie jetzt zuletzt wirklich das richtige Mittel der Wahl zu sagen man fördert den Bau neuer Tankstellen aber gleichzeitig dann Fahrzeuge die dort auch eingesetzt werden müssen.
00:16:54: Das ist schonmal ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
00:16:57: Gleichzeitig braucht es auch einen Signal, dass das nicht nur ein One-off ist sondern dass das jetzt ein Thema ist was wir langfristig gestalten wollen und entwickeln wollen.
00:17:06: Und das ist eben das wo ich sage das muss irgendwo noch so bisschen mehr publik gemacht werden, dass hier einfach eine Verlässlichkeit, eine Planbarkeit entsteht.
00:17:17: und einem Mittel der Wahl könnte zum Beispiel eine Maubbefreiung weit über zwanzig-einbreißig für solche Fahrzeuge sein weil das ist eine indirekte Insubvention, das kostet erst mal niemanden was und belohnt am Ende auch die, so zu sagen sowieso die Maut bezahlen.
00:17:29: Das sind die Logistikerin und der
00:17:30: Mann.".
00:17:31: Wir halten Sie da auf jeden Fall auf dem Laufenden wie es beim Thema Wasserstoff weitergeht?
00:17:35: Herr Bruns das war's mit der Folge für heute.
00:17:38: ich danke Ihnen sehr dass sie sich heute Zeit genommen haben um die aktuelle Lage darzulegen.
00:17:42: Vielen Dank!
00:17:43: Damit
00:17:44: verabschiede mich auch von Ihnen.
00:17:45: Das war Verkehrsrundschau-Funk für heute.
00:17:47: vielen dank dass Sie heute mit dabei waren.
00:17:49: übermorgen begrüßen Sie dann wieder die Kollegen Deborah Baran und Christian Bonk.
00:17:53: Wir freuen uns, wenn wir auch dann wieder hören.
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