#362: Defense Logistics – Welche Rolle die Logistik in Deutschlands Zeitenwende spielt
Shownotes
[www.verkehrsrundschau-plus.de] /// [www.verkehrsrundschau.de] ///
Redaktioneller Kontakt: deborah.baran@tecvia.com
Sound Effect by Oleg Fedak from Pixabay
Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verkehrsrundschofunk, dem Podcast rund um Transport, Logistik und Mobilität.
00:00:14: Ich bin Tabea Schaf, Mitarbeiterin der Verkehrsrundchau und Chefin vom Dienst beim Tracker.
00:00:18: Heute gibt es eine kleine Ankündigung mit einem lachenden und weinten Auge!
00:00:22: Wer die letzten Folgen verfolgt hat, hat eventuell bemerkt, dass sich hier etwas verändert hat.
00:00:27: Aus Tabia Schulz wurde nämlich Tabia scharf!
00:00:29: Doch ich habe nicht nur geheiratet sondern verabschiede mich nach dieser Folge auch in den Urlaub mit anschließendem Mutterschutz und Elternzeit.
00:00:36: Nächstes Jahr im März werde ich voraussichtlich zurück sein und freue mich schon auf neue spannende Folgen hier mit Verkehrsrunden Schafunk.
00:00:42: In der Zwischenzeit gibt es dem Podcast natürlich weiter.
00:00:46: Meine Kollegin Deborah Baran wird ihr gemeinsam mit Christian jede Woche weitere spannende folgen für sie da draußen aufnehmen und freut sich übrigens auch schon sehr darauf.
00:00:54: Jetzt aber zu meinem Co-host Christian, seines zeichensfreier Journalist und schon lange in der Logistikbranche unterwegs!
00:01:00: Was ist denn in dieser meiner letzten Folge das Thema?
00:01:04: Ja liebe Tabia zum einen erstmal von mir ein ganz herzliches Dankeschön für die bisherigen tollen Folgen und für all das was dir jetzt bevorsteht.
00:01:13: ganz viel Glück.
00:01:14: wir haben natürlich auch alle hier ein lachendes und ein weinendes Auge und freuen uns sehr wenn du dann im März zurück sein wirst
00:01:21: ja ich mich auch
00:01:22: In deiner Abschlussfolge haben wir es mit etwas Militärischem zu tun.
00:01:26: Heute sprechen wir über ein Thema, das gerade in Berlin Brüssel und der gesamten Logistikindustrie für Bewegung sorgt – buchstäblich!
00:01:34: Es geht um die Fans-Logistics also die Frage wie Deutschland seine logistische Rolle in der Zeitenwende neu organisiert?
00:01:42: Deutschland steckt mitten in einer sicherheitspolitischen und logistischen Neuordnung Wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben.
00:01:49: Die sogenannte Zeitenwender hat nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die gesamte Logistikbranche in den Fokus gerückt.
00:01:54: Denn Deutschland ist eine zentrale Drehscheibe Europas – ein Land durch das im Ernstfall Truppenmaterial, Versorgungsgüter und
00:02:02: etc.,
00:02:02: der NATO natürlich bewegt werden
00:02:03: müssen.".
00:02:05: Mit dem Operationsplan Deutschland, dem sogenannten O-Plan DEU liegt erst mal ein Konzept vor, das festlegt wie dieses Land im Krisenfall funktionieren soll.
00:02:15: Auch wenn viele der Details noch geheim sind es ist klar Es geht weit über militärische Strukturen hinaus und um fast Straßen die Schienehäfen Flughäfen Lagerflächen sowie digitale Systeme.
00:02:27: Die Bundeswehr kann das allein nicht stemmen und ist auf die Leistungsfähigkeit der Logistikindustrie insgesamt angewiesen.
00:02:33: Gleichzeitig erlebt die Bundeswehr die größte Modernisierung seit dem Kalten Krieg.
00:02:38: Der Verteidigungshaushalt steigt auf über sixundachtzig Milliarden Euro, im kommenden Jahr sogar auf mehr als hundert acht Milliarden.
00:02:45: Beschafft werden neue Schützenpanzer, Transportfahrzeuge, Drohnen, moderne Kommunikationssysteme und persönliche Ausrüstung für bis zu vierhundertsechzig tausend Soldatinnen und Soldaten.
00:02:56: Diese Investitionen alleine verändern die Anforderungen in der Logistik schon fundamental mehr Material, höhere Einsatzbereitschaft und mehr Transporte.
00:03:05: Mehr Lagerung, mehr Instandhaltung und eine deutlich robustere Infrastruktur, die hier nötig ist.
00:03:11: Dazu kommen zehntausend neue militärische und tausende zivile Stellen, die geschaffen werden sollen – ein Modernisierungsschub der ohne die Wirtschaft überhaupt nicht zu bewältigen
00:03:20: ist.".
00:03:21: Vor diesem Hintergrund haben die Bundesvereinigung Logistik & Strategy End die Strategieberatung von PWC eine Studie gestartet.
00:03:30: Sie soll klären, wo die Branche heute steht und welche Unternehmen bereits Leistungen für den Verteidigungssektor erbringen.
00:03:37: Vom Gefahrguttransport über Lagerhaltung bis hin zum Betrieb kritischer Infrastruktur Und sie soll zeigen was die Unternehmen brauchen um im Ernstfall zuverlässig liefern zu können.
00:03:49: Besonders spannend wird es dann wenn die Ergebnisse der Studie im Oktober auf der BVL Supply Chain CX in Berlin zu sehen sein werden.
00:03:57: Die Studie soll ein detailliertes Lagebild zeichnen und deutlich machen, wie groß das Potenzial einer engeren Verzahnung zwischen Staat und Wirtschaft tatsächlich ist.
00:04:06: Und vor allem, wie gross es künftig sein muss damit Deutschland im Krisenfall handlungsfähig
00:04:11: bleibt.".
00:04:12: Für die Logistik bedeutet die Zeitenwende eine neue Verantwortung – sie wird Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur nicht als Notlösungen sondern als strategischer Partner denn die ZeitenWende ist kein politischer Satz, sondern ein logistisches Großprojekt
00:04:27: Und ohne die Logistikindustrie wird dieses Großprojekt nicht gelingen.
00:04:30: Die kommenden Jahre werden zeigen, wie gut Deutschland es schafft, militärische Anforderungen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit miteinander zu verbinden.
00:04:38: Klar ist eins – die Logastik spielt dabei eine Schlüsselrolle.
00:04:42: Genau darüber wollen wir jetzt mit zwei Menschen sprechen, die dieses Thema aus erster Hand kennen.
00:04:47: Unsere Gesprächspartner heute sind Christoph Meyer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistikk und Sebastian Pieper, Director bei Strategy& der globalen Strategieberatung von PWC.
00:04:58: Beide arbeiten eng an der neuen Studie Defense Logistics und haben einen tiefen Einblick darin wie sich die effektive Zusammenarbeit zwischen Bundeswehrstaat- und Logistikindustrie gestalten lässt.
00:05:10: Herr Meier bringt die Perspektive der Logistikkranche mit – also der Unternehmen, die im Ernstfall tatsächlich bewegen, lagern verlegen und versorgen?
00:05:18: Das ist auch das Themenfeld von Herrn Pieper als Logistik Lead of Strategy and Deutschland.
00:05:23: Zudem ist er in der Schnittstelle zum öffentlichen Sektor tätig, genau dort wo sich unser Thema einordnen lässt.
00:05:30: Ja hallo Christoph.
00:05:31: Hallo Sebastian!
00:05:33: Wir haben uns ja im Vorfeld auf das Gesprächsfreundlichere Duga einigt.
00:05:37: ich freue mich dass ihr heute Zeit für uns habt und uns euer spannendes Thema unseren Zuhörern näher bringen werdet.
00:05:45: Herzlichen Dank.
00:05:46: auch vielen Dank schön mit dir zu sprechen.
00:05:48: Ja, vielen Dank Christian für die Einladung und die Möglichkeit zum Gespräch.
00:05:53: Wunderbar!
00:05:53: Dann fangen wir doch gleich an.
00:05:58: Die meisten Menschen assoziieren Logistik mit Paketen, Supermarktregalen und LKWs.
00:06:03: Wann habt ihr persönlich gemerkt dass Logistika plötzlich zur Sicherheitsfrage geworden ist für unser ganzes Land?
00:06:11: Ja das stimmt also aus meiner Sicht.
00:06:13: es ist ein Bild und auch eine Erkenntnis in der breiten Öffentlichkeit so in den letzten Jahren immer mehr an Kontur geworden hat und damit auch, glaube ich, den Blick auf die Logistik als Ganzes, als Industrie verändert hat.
00:06:26: Also wenn wir denken an Versorgungskrisen in der Corona-Pandemie, da wird es ja sehr klar deutlich wie systemrelevant die logistischen Industrielogistiker sind und eben wie relevant für das Aufrechterhalten auf der öffentlichen Ordnung.
00:06:40: Und wenn jetzt in dem Kontext Verteidigung denken dann ist da sicherlich die Erkenntnis gereift, dass wir eben nicht mehr nur über eine abstrakte Bedrohungslage sprechen.
00:06:48: Sondern spätestens mit der Diskussion um die Drehscheibe Deutschland – also Deutschland als Transit-Land für den NATO – eben auch die hohen logistischen Anforderungen bemerken oder die ins Blickfeld nehmen, denen es bedarf, um effektive Abschreckung und Landes- und Bündnisverteidigung leisten zu können.
00:07:07: Und in gewisser Weise könnte man sagen, ist diese Dimension der Logistik in den letzten Jahren in Vergessenheit gewarten, aber sie wird jetzt eben relevanter denn je.
00:07:18: Für mich war es nicht so sehr ein gemerkt.
00:07:20: als BVL haben wir schon lange gute Beziehungen zur Bundeswehr insbesondere natürlich zum Logistikkommando der Bundeswehr.
00:07:26: ich habe irgendwann ein bisschen Geschichte studiert.
00:07:29: da ist Logistik natürlich auch immer mal Thema gewesen weil irgendwie Logistikaus dem aus der Kriegsführung de facto kommt.
00:07:34: Aber es gab schon einen Punkt war.
00:07:39: Wir hatten ein Interview mit dem Logistikkommandeur des der Bundeswehr für unser BVL-Magazin und genau an dem Tag dieses Interviews da waren wir vor Ort in einer Kaserne erreicht uns dann die Information, dass Russland die Ukraine überfallen hat.
00:07:55: Und das war schon so ein ziemlicher Markstein und alles was seither gekommen ist, hat glaube ich dieses Bewusstsein bei uns innerhalb der Organisation bei mir geschärft.
00:08:06: Ganz viele Beruchspunkte hatte ich bis dahin eigentlich nicht und der Arbeitskontext der BVOL hat sich dadurch schon auch verändert, wie man es jetzt beispielsweise sehen kann bei unserer Veranstaltung im Oktober.
00:08:15: Der BVL Supply Chain CX ist da einfach... die Themen Defense Logistics sehr viel prominenter auf den Bühnen behandelt werden, dass es in anderen Zusammenhängen der BVL sehr viel stärker um diese Themen geht als davor.
00:08:28: Es war nicht so sehr ein Merken aber ein Spüren.
00:08:31: das Thema wieder auf der Agenda ist auf jeden Fall mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine.
00:08:37: Ja, spannend.
00:08:38: Ich glaube gerade zuhörer älteren Semesters die können bestätigen was derzeit passiert.
00:08:45: das ist ja für viele von uns was wir lange hinter uns glaubten oder umso realer geworden durch den ukraine überfall aber natürlich auch corona.
00:08:56: also sehr sehr spannend wie sich diese Sichtweise auf die Logistik geändert hat.
00:09:01: Was war denn dann der Auslöser dafür, dass der BVL uns strategy and gemeinsam die Studie in Angriff genommen haben?
00:09:11: Ja, dazu beginne ich sehr gerne und würde dazu nochmal einen Schritt zurückgehen.
00:09:15: also wenn wir uns die Entwicklung seit der Sicherheitspolitischen Zeit verwenden Anfang im
00:09:19: Jahr-Zw.A.,
00:09:21: dann hat diese Diskussion ja immer sich zum einen intensiviert, zum anderen hat sie sich konkretisiert eben was eine veränderte geopolitische Bedrohungslage bedeutet.
00:09:31: Und wir sehen ja auch, dass die Bundeswehr in verschiedenen Dialogformaten eben diesen Austausch mit der Wirtschaft mit Logistikern sucht.
00:09:39: Also beispielsweise das Projekt Zukunftsorientierung und Kooperationen in der Logistika, also dieses Austauschsformat des Logistikkommandos der Bundeswehr mit der Industrie.
00:09:51: Ja da wird aktiv an diesem Dialog gearbeitet.
00:09:54: Was wir mit dieser Studie machen möchten ist dazu einen Beitrag leisten, also mit Fakten unter Mauern und Impulse setzen in diesem Dialog.
00:10:02: Und deshalb die Entscheidung für eine breit angelegte Umfrage auch wirklich breit zu sagen wie blickt die Logistikindustrie darauf?
00:10:10: Und da spielen für uns Fragen Rolle, wie blicken die Logistyker auf ein potenzielles Verteidigungslogistik?
00:10:18: Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit zwischen Logistikindustrie und öffentlichen Auftraggebern?
00:10:23: oder auch welche Herausforderungen sehen sie da, die bewältigt werden müssen.
00:10:27: Und ich glaube es sind alles relevante Punkte, die in den Diskussionen aufkamen und die uns dann jetzt so eine Art Faktenbasis schaffen, auf der wir dann weiter denken können.
00:10:38: Daher sei mir vielleicht auch an der Stelle, der Aufruf gegönnt oder erlaubt.
00:10:43: Wenn Sie ein Novistik-Unternehmen sind erst mal egal aus welchem spezifischen Gebiet und welchen Segment, nehmen sie gerne unsere Umfrage teil.
00:10:51: die Antworten sind vertraulich.
00:10:53: Und sie tragen dazu bei dieses Bild zu schärfen und die Diskussion weiterzubringen.
00:10:58: Ich glaube Christian wir versenden es nachher in den Schornhauts den Link zur Umfrage so dass alle jetzt angesprochenen Zugörber entsprechend direkt teilnehmen können.
00:11:10: Absolut, ja werden wir tun.
00:11:11: ich bin auch sicher dass wir auf verkehrsrundschau.de darüber berichtet haben und den Link auch veröffentlicht haben aber wird auf jeden Fall kontrolliert oder werden wir gegebenfalls nachholen?
00:11:25: Klasse!
00:11:28: Aus unserer Sicht ist es total relevant als BVL unabhängig sind und unseren Mitgliedern oder der Community Information zur Verfügung stellen.
00:11:40: Und wir sind der Meinung, dass das Informationenbrauch die belastbar sind.
00:11:46: Das können wir natürlich am besten herstellen indem wir sehr konkrete Forschungsergebnisse, Studienergebnisse und dergleichen mehr zur Führung stellen und unsere – ich spreche jetzt immer für unseren Mitglieder – die haben natürlich als Erste im Blick, die wollen ja wirken!
00:11:57: gut wirken können in ihren Verantwortungsbereichen und wir stellen schon fest aus jetzt vielen Gesprächen in den letzten nach zwölf bis achtzehn Monaten, dass es einen hohen Orientierungsbedarf gibt.
00:12:06: Wir werden zum einen zwar wissen was die Bundeswehr als Bedarfträger sich wünscht nämlich eine stärkere Kooperation wie die aber genau zustande kommen kann oder in welchen Bereichen was Voraussetzungen dafür sind.
00:12:18: da ist dann die Bundeswähr selbst nicht so sehr die Ansprechpartnerin oder die Teams sozusagen der Bundeswehr sondern das sind dann die Beschaffungsämter also hohen Orientierungsbedarf.
00:12:28: Und das versuchen wir in der Studie eben auch aufzunehmen.
00:12:32: und
00:12:33: da sind wir mit den Kollegen von Sebastian, auch in der Vergangenheit schon mit Studien unterwegs gewesen.
00:12:39: Das könnte man auch andere Institutionen sein aber da gibt es eine Partnerschaft die sich sehr bewährt hat.
00:12:47: Wir wollen mit einer guten Methodik mit einem fachkompetent Partner der Logistik kann – das ist an dieser Stelle auch wichtig Also im Feld Logistik unterwegs ist und gleichzeitig, das macht die Studie ganz spannend von dem wie wir sie konzipiert haben.
00:13:04: Auch sozusagen diesen öffentlichen Bereich derer, die dann die Gelder verteilen einzuschätzen weiß diese gemeinsame Studie rauslegen um wirklich einen Mehrwert für Mitglieder zu stiften um auch mal ein belastbares eine der aller aller ersten Studien in den Bereich eine gute Diskussionsgrundlage zu schaffen um nicht wie es häufig derzeit Zu dem Thema passiert von Annahmen nur auszugehen.
00:13:28: Gefühlten oder vermeintlichen Annahm?
00:13:31: Ja, das scheint so eine Studie auf jeden Fall des geeignete Instrumenten.
00:13:35: Ihr habt eben gesagt ihr habt euch ja schon intensiv mit Bundeswehr-Logistikern auseinandergesetzt.
00:13:42: Wie stellen wir als Zivilisten uns denn jetzt den eklatanten Unterschied vor zwischen militärischer einer militärischen und einer kommerziellen Logistikwelt?
00:13:55: Ich muss ein bisschen schmunzeln, weil ich das auch gedacht habe und genau aus diesen Gesprächen die du eben schon angedeutet hattest.
00:14:01: Da gab es verschiedene in unterschiedlichen Formaten.
00:14:05: Ich glaube man kann erstmal von einem großen gemeinsamen Rahmen ausgehen für jedwede Logistik und der speist sich einfach mal aus Kernaufgaben von Logistikanern und das ist aus meiner Sicht erst einmal ein verbindendes Element.
00:14:18: Es geht nämlich darum dass Materialflüsse irgendwie gestaltet, irgendwie organisiert und bestenfalls auch abgewickelt werden dabei relativ unerheblich um was für Material oder welche Menschenströme es geht, aber natürlich gibt's unterschiedliche.
00:14:33: Ich sehe den vor allen Dingen in der Fokussetzung.
00:14:36: bei Zivilen geht das meines Erachtens sehr stark um eine höchstmögliche Effizienz.
00:14:43: aus betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit und Sichter sollen gewinne erwirtschaftet werden.
00:14:47: Das ist erstmal das Ziel von Unternehmen, während ich bei der Bundeswehr Logistik eine sehr viel stärkere Fokussierung auf Effektivität sehe.
00:14:59: also es geht darum Kriegstüchtigkeit und die ist im Zweifel teurer vielleicht kann man das Bild nutzen Die geht erst mal nicht davon aus, dass sie ausrücken.
00:15:14: muss morgen oder das gar anstrebt und gleichzeitig müssen sie aber üben.
00:15:17: Sie müssen gut ausgerüstet sein, sie müssen auf einem aktuellen Stand sein Und das setzt Investitionen voraus die vielleicht nicht abgerufen werden Aber da geht es auch um ein höchstmaß an Effektivität und nicht darum Vielleicht nur ein Feuerwehrfahrzeug zu haben weil er einen Brand so selten ist.
00:15:31: wenn der brand da ist brauche ich vielleicht drei und Ich glaube dass ist der Unterschied den ich so wahrnehme hier sich stärkere Fokussierungen auf effizienz Hier der starke fokus effektivitet was aber nicht wegnimmt dass die Bundeswehr mit Geld um sich wirft, einfach weil sie es gerade hat.
00:15:50: Also es geht da schon auch um das Gute tun und Effizientes tun aber der Fokus liegt ein bisschen.
00:15:54: Das ist so mal mein Blick auf die Dinge.
00:15:56: ich weiß nicht Sebastian wie du das wahrnimmst?
00:15:59: Ja also gleich noch eine Dimension ergänzen.
00:16:01: das ist für mich der Bereich der Planungslogik.
00:16:04: wenn wir uns die Logistik von produzierenden Unternehmen angucken Dann schauen wir da auf ein Angebot und Nachfrageplanung, aus der leiten sich Logistikbedarfe ab.
00:16:15: Und die kann man dann aber sehr schnell im oder muss sie auch operativen Logistiktbetrieb validieren und dann auch fein justieren und darauf reagieren.
00:16:24: Die Militärlogistik arbeitet sehr viel stärker als Szenarienbasiert und wenngleich auch dort natürlich kontinuierlich Übungen stattfinden fehlt diese kurzfristige Rückkopplung, also eine Art Validierungsschleife dessen wie man seine Supply Chain aufgesetzt hat.
00:16:38: Und der Bedarfswahl trifft ja hoffentlich nicht ein.
00:16:43: Das bedeutet eben aber auch dass der Planung noch zentralere Bedeutung zukommt und Christoph Dachs gerade auch angedeutet das dann auch Themen wie Vorhalteleistungen planen die entsprechende Wichtigkeit bekommen und getan werden müssen.
00:17:00: Ich glaube im Detail gibt es noch einige Bereiche, die wir beleuchten könnten.
00:17:04: Vielleicht ist noch interessant oder fand ich auch spannende Diskussionen.
00:17:07: natürlich teilweise auch das Vokabular also Die Logistik an sich hat sicherlich eine Fachsprache.
00:17:12: der der der wir mächtig sind der die logistiker mächtigt sind und Und auch das Logistikum.
00:17:17: man nur der Bundeswehr und die Bundeswehr Der Bundeswehr nochmal an sich und der öffentlichen Baum hat natürlich auch seine eigene sein eigenes Rokambular, seine eigene Sprachweise und Kultur.
00:17:30: Und ich glaube auch auf den Dimensionen eine Annäherung zu haben ist ebenso wichtig.
00:17:34: Ah ja klar!
00:17:35: Ich verstehe der Unterschied.
00:17:37: also ihr habt auch ganz am Anfang schon gesagt wir haben einfach schlicht die Situation dass hier es nicht um die wirtschaftliche Komponente im Fokus geht sondern tatsächlich
00:17:47: um
00:17:48: die reelle Verfügbarkeit Führt mich zur nächsten Frage.
00:17:53: Wie lässt sich denn dann die Balance zwischen Effizienz und Resilienz finden, wenn moderne Lieferketten traditionell eigentlich ja nur auf maximale Auslastung statt auf Redundanz ausgelegt sind?
00:18:05: Ist das klassische Just-in-Time-Prinzip in einem sicherheitspolitisch unsicheren Kontext überhaupt noch
00:18:12: zeitgemäß?".
00:18:15: eine spannende Frage.
00:18:17: Ich würde der Frage vielleicht insofern die Schärfe etwas nehmen, weil ich sagen würde Justin Time ist nicht per se überholt aber es ist kein universelles Prinzip das man unrefliktiert anwenden kann.
00:18:29: auf verschiedene Fälle und gerade eben wenn wir jetzt im Bereich Verteidigungslogistik Versorgungssicherheitskritische Güter sprechen, dann sind andere Methoden zu wählen.
00:18:39: Man kann sich das so vor Augen führen, maximale Auslastung hat natürlich auch einen Preis des Auswahl-Ridikurs und den muss man gut in die Gleichungen einberechnen und dann vielleicht mehr im Verteidigungsegment auf dem Bereich Ritwundanzen gehen.
00:18:54: Also wie man darauf schauen sollte ist eigentlich eine Segmentierung der Supply Chains also klarzumachen wo brauche ich eine so effizientens?
00:19:01: Und kann die auch durch einen, beispielsweise einen Just-in-Time-Prinzip bieten.
00:19:05: Wo brauche ich Redundanzen?
00:19:07: Mehrere Bezugsquellen, disluzierte und redundante Bevorratungen, etc.
00:19:13: Ganz praktisch gesehen sehen wir das ja selbst im industriellen Kontext.
00:19:18: also auch die produzierende Industrie der Retailbereich schaut auf Punkte wie die Corona der Vorfall im Suez-Kanal, die Schließung der Straße von Homus.
00:19:30: Also große Disruption entlang der internationalen Lieferkette, die auch die Unternehmen durchaus vor echter Herausforderung und schmerzhaft vor Augen geführt hat was dort entlang den Lieferketten passieren kann.
00:19:43: Und daher ist auch dort bereits Realität das Unternehmen nicht nur in einem so kritischen Bereich wie Verteiligung darüber nachdenken, wie stellen Sie Ihre Supply Chain Resilienter auf?
00:19:54: Welche Rettondanzen bauen sie auf?
00:19:56: oder auch muss ich mein Sourcing anders organisieren und gehen?
00:20:00: einfach stärkt regionales Sourcing.
00:20:02: Also ich würde sagen es ist sogar ein Themenpunkt der es nicht nur dem Verteidigungsbereich in den Wohnen sondern insgesamt macht man sich Gedanken über mehr Resilienz.
00:20:11: Resilience ist eben letztendlich nicht nur Kostenfaktor, sondern es ist ein sehr strategisches Instrument im Supply chain Planung.
00:20:22: Ich würde ja sagen, wenn alles gesagt ist es alles gesagt.
00:20:25: Ich denke das was Sebastian zum Ausdruck gebracht hat ist total wichtig.
00:20:30: Wenn wir uns vor Augen führen du hast eben noch ein paar Punkte angesprochen und wir stellen fest Infrastruktur ist ein riesen Thema mal mindestens hier in Deutschland aber auch in Europa.
00:20:40: Nachfragen sind weniger planbar.
00:20:42: die Transportkapazität ist gerade nicht so in den Headlines Aber der Fahrermanger geht ja nicht weg.
00:20:47: Damit müssen wir uns auseinandersetzen.
00:20:48: Die ganze Frage der Geo-Ökonomie, der Geopolitik haste eben schon angesprochen.
00:20:52: Das Thema der Cyber AI, die Digitalkompetenz ist ein Riesenthema.
00:20:58: Worauf ich hinaus will?
00:21:00: Ich glaube es gewinnt nicht mehr dass das total auf Just In Time durchoptimierte Themen fällt oder die durchoptimmierte Supply Chance sondern es gewinnnt das Netzwerk was am allerbesten mit strukturellen oder auch konjunkturellen Brüchen umgehen kann.
00:21:18: Und ich glaube genau da geht es um die Schaffung von Optionalitäten und das ist jedenfalls nicht in jeder Hinsicht immer just in time, deswegen würde ich Sebastian zustimmen zu sagen dass im Bereich des militärischen vielleicht sehr viel stärker ausgeprägt oder wir nehmen es da sehr viel starker wahr.
00:21:32: aber ich glaube jedes Unternehmen und so nehme ich hier unter auch war was mir Unternehmensvertreter spiegeln.
00:21:40: das ist auch schon Thema in den Unternehmen.
00:21:44: Heißt also, wir können fast sagen dieses Thema Defense Logistics.
00:21:50: Von dem gehen sogar positive Impulse für die komplette Logistikbranche aus wenn man es genauer betrachtet.
00:21:57: Kommen wir vielleicht zu einer abschließenden Frage Wie ist denn euer persönlicher Appell an die Unternehmen in der Logistikkranche?
00:22:06: Und natürlich an die Politik, wenn es um das Thema Defense-Logistik geht.
00:22:09: Was muss jetzt aus euren Blickwinkeln in den nächsten zwölf Monaten konkret passieren?
00:22:17: Gute Abschlussfrage mit drei Unterfragen, die ein eigenes Podcast rechtfertigen
00:22:22: würden!
00:22:24: Vielleicht ... Ich würde jetzt ungern in Appellen sprechen... Dafür sind für Vereinigung.
00:22:30: aber als BVL sehe ich schon dass wir eine Aufgabe haben die wir auch in diesem Bereich anwenden können, nämlich Räume-, Gesprächs-, Räumegesprächssituationen zu schaffen.
00:22:44: Wo man nicht nur übereinander spricht sondern vor allen Dingen auch miteinander.
00:22:47: das gelingt uns zunehmend besser im Bereich der Kooperation oder des Zusammenkommens von Ziviler und militärischer Logistik.
00:22:54: da war es bei verschiedenen Akteuren umdenken stattgefahren und wir wollen dann über Handlungsbedarf- und Handlungsoptionen sprechen und nicht so sehr Forderungen aufstellen.
00:23:05: Das finde ich gut, dass da auch der General Deuer als Kommandeur des Logistikkommandos eine hohe Bereitschaft hat und auch die Nähe sucht klingt blöd.
00:23:15: Aber sich sehr darauf einlässt wenn wir einladen, wenn wir sagen, Mensch, könntest du jemand aus deinem Team zu dieser oder jener Veranstaltung beisteuern?
00:23:22: Das klappt wirklich gut!
00:23:26: Wünschen würde vielleicht das schon, ist dass wir sehr viel stärker noch in diesen Gesprächsräumen auch Vertreter aus dem Bereich der Politik mit einbinden können.
00:23:39: Jetzt wie als BVL gesprochen?
00:23:40: Das finde ich schon gut und was ich mir wünschen würden ist, dass es jetzt wirklich eine sehr viel stärkere Orientierung
00:23:46: gibt
00:23:47: weil Logistik-Dienstleister die wollen.
00:23:49: Die stehen bereit zum einen, weil sich da ein Geschäftsmodell ergeben kann und zum anderen, weil da auch eine gewisse so nämlich zumindest war Interessant, was aus der Studie rauskommen wird.
00:23:58: Eine gewisse... weiß ich nicht, kann man das vielleicht als patriotisches Empfinden definieren?
00:24:05: Wir wollen hier schon auch unseren Beitrag leisten!
00:24:07: Nicht nur, ob wir Geld verdienen können, sondern auch wirklich wichtig empfinden.
00:24:11: Allein dass ja wie funktioniert es denn genau?
00:24:13: Was das braucht ist eigentlich schon irgendwie klar, aber wie ist der Weg dahinten?
00:24:16: Das scheint manchmal noch im Nebel oder im Dickig zu liegen für die, die da nicht schon sich bestens auskennen.
00:24:21: Dafür will ich mir wünschen, Klarheit gibt es euch.
00:24:24: Ich glaube, das ist ein Anliegen von vielen unseren Mitgliedern.
00:24:27: Okay und Sebastian?
00:24:30: Ja vielleicht kann ich einen Vorschlag machen.
00:24:33: also einem wirklichen Appell würde ich jetzt auch lieber mit unseren Studienergebnissen die wir dann im Oktober haben werden verbinden.
00:24:39: unter dem Kontext ich glaube da spreche für Christoph und mich auch gerne das Angebot hier nochmal in den Podcast zurückzukehren und dann mit den entsprechenden Daten aus der Umfrage
00:24:51: ja unbedingt
00:24:52: Ja, dort weiter zu diskutieren.
00:24:53: Kann ich euch heute zusagen?
00:24:55: Machen wir auf jeden Fall.
00:24:57: Genau, Termin der Veröffentlichung ist uns bekannt und wir werden dann kurz im Anschluss daran, euch beide hoffentlich hier wieder zugeschaltet haben.
00:25:08: Und ansonsten, also unabhängig der Umfrage Ergebnisse kann man glaube ich sagen in Richtung der Logisticker Denken Sie aktiv über Ihre Rolle im Bereich der Fensterunzistik nach und sehen, sie ist auch nicht nur als Nischenthema.
00:25:20: Ich glaube es sind ein wichtiger Akteur hat ja auch immer schon Kooperation stattgefunden.
00:25:24: aber wir merken gerade einfach in dem aktuellen Spannungswelt wie die Wichtigkeit einfach zunimmt und da dürfen und sollen sich aktive einbringen.
00:25:34: Und ansonsten muss aus meiner Sicht dieser meditärische Zivildialoge einfach weiter geführt werden Monate genutzt werden, weil wir eben die Defense Logistics nicht nur im Ernstfall improvisieren wollen sondern eben jetzt finanziell operativ und auch rechtlich vorbereiten müssen.
00:25:54: Okay wie ich denke das ist ein schönes Statement.
00:25:57: zum Schluss lieber Christoph lieber Sebastian es war sehr spannend.
00:26:00: Ich glaube viele unserer Hörer ja waren sich vielleicht bis heute gar nicht so bewusst was die Logistik eventuell zukünftig für die komplette Sicherheit und Infrastruktur unseres Landes, für eine Rolle spielt.
00:26:13: Ich hoffe wir konnten da ein paar gute Infos rüberbringen.
00:26:17: Ihr habt das auf jeden Fall getan!
00:26:18: Ich möchte mich dafür ganz herzlich bedanken und freue mich schon auf unsere Folge, die wir eben quasi angekündigt haben für den Herbst.
00:26:27: Herzlichen Dank euch beiden!
00:26:29: Herzlichen empfehlen.
00:26:30: Danke auch!
00:26:31: Herzliche Dank dir für die Einladung und gerne dann bis zum Herbst.
00:26:36: Vielen Dank auch von meiner Seite Herr May und Herr Pieper, dass sie uns so viele Einblicke haben gewähren können.
00:26:41: Und natürlich vielen dank an alle Sie da draußen die bis Sie hinzugehört haben!
00:26:45: Sollten Sie Feedback, Fragen, Kritik irgendwelche Themenvorschläge haben freuen wir uns unglaublich wenn Sie uns schreiben einen Kontakt finden sehen in den Shownots dazu.
00:26:54: Außerdem freuen wir es natürlich über eine hoffentlich positive Bewertung auf der Podcastplattform ihrer Wahl.
00:27:01: Bis zum nächsten Mal ist für mich dann erst im
00:27:04: März Aber,
00:27:06: ein letztes Mal in den Jahrzehnten wünsche ich Ihnen da draußen eine Allzeit gute Fahrt.
Neuer Kommentar