#360: Wenn Logistik fliegen lernt – Lastendrohnen im Einsatz

Shownotes

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00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verkehrsrundschaffung, dem Podcast rund um Transport, Logistik und Mobilität.

00:00:13: Ich bin Tabea Scharf, Mitarbeiterin der Verkehrsrundchau und Chefin vom Dienst beim Tracker

00:00:18: Und ich bin Christian Bonk, freier Journalist und ebenfalls schon lange mit der Branche unterwegs.

00:00:23: Heute sprechen wir über ein absolutes Zukunftsthema in der Logistikk Den Einsatz von Lastendronen.

00:00:29: Noch sind es allerdings keine Speditionen, die drohnen regelmäßig einsetzen sondern eher Spezialanwender wie beispielsweise Bergwachten.

00:00:37: Genau genommen hier die Bergwacht Bayern über die wir reden wollen.

00:00:40: Dies am Sau-Rüsselkopf im Ruhrpolding gab es nämlich da einen Waldbrand der sich über Wochen hinzog steiles Gelände schwer zugänglich

00:00:48: glutenester

00:00:49: Tief im Boden.

00:00:50: Also ein Einsatz, bei dem Material normalerweise eher mühsam getragen und per Hubschrauber geflogen wird.

00:00:56: Genau dort kann die Lastendrohne Kerry erst mal aber zeigen was sie kann.

00:01:02: Kerry ist etwa drei Meter groß hat acht Rotoren und zwei richtig große Akkus.

00:01:09: Sie kann bis zu vierzig Kilogramm pro Flug transportieren und während des Einsatzes wurden insgesamt knappe zwei Tonnen Material bewegt Schläuche, Pumpen, Verpflegungen Ausrüstung.

00:01:20: Das ist eine Größenordnung, die früher komplett auf dem Rücken der Einsatzkräfte lag.

00:01:24: Die Bergwacht spricht selbst von einem richtigen Gamechanger weil die Drohne schnell verfügbar ist und deutlich günstiger fliegt als zum Beispiel einen Hubschrauber.

00:01:33: Gleichzeitig zeigt der Einsatz auch die Grenzen der unbemannten Flugobjekte.

00:01:37: Die Drohine braucht viel Energie, die Akkus müssen ständig gewechselt werden und das Fliegen im Gebirge bleibt natürlich anspruchsvoll.

00:01:45: Deshalb arbeitet das Team im Vier-Augen-Prinzip Pilot & Spotter volle Konzentration Keine Ablenkung.

00:01:53: Ein zweites Einsatzbeispiel kommt aus dem Allgäu, ebenfalls von der Bergwacht Bayern.

00:01:57: Dort trainiert die Bergwucht mit einer speziellen Version Wärmebildkameras, Rasterflüge, Suchmuster und die Möglichkeit Lawinenkegel abzufliegen bevor Einsatzkräfte sich selbst in Gefahr bringen.

00:02:15: Gerade am Berg wo enge Täler- und wechselnde Windbedingungen typisch sind ist das ein echter Sicherheitsgewinn!

00:02:22: Die Drohne kann aus der Distanz erkennen ob sich Wärmesignaturen im Lawinenkegel befinden und sie liefert der Einsatzleitung einen Lagebild bevor überhaupt jemand aufsteigt.

00:02:31: Noch mal zurück zum Gerät.

00:02:33: Das Gerät ist über drei Meter breit, fast so groß wie ein Kleinwagen und kostet rund sechzigtausend Euro.

00:02:39: Es ist wetterfest kommt mit Regen- und Minusgradenklar nur starke Böhnen bleiben im Problem Was wir aus allen Fällen kennen bei den Drohnen bisher zum Einsatz kamen.

00:02:50: Sie sind für die Bergrettung kein nettes Extra mehr sondern ein strategisches Einsatzmittel.

00:02:55: sie sparen Zeit reduzieren Risiken Und ganz wichtig entlasten die Teams.

00:03:00: Aber sie ersetzen natürlich niemanden.

00:03:02: Und Sie verändern die Einsatzlogistik.

00:03:04: Weniger schleppen, weniger Hubschrauberflüge, schnellere Lagebilder, bessere Entscheidungen.

00:03:09: Gleichzeitig bedeutet das mehr Technik, mehr Schulung und mehr Koordination.

00:03:13: Die Bergwacht baut dafür spezielle Drohnteams auf, die eng mit der Einsatzleitung zusammenarbeiten.

00:03:19: Und die nächsten Schritte sind klar!

00:03:21: Es geht um mehr Reichweite, mehr Traglast, besseres und leistungsfähigere Akkus... automatische Flugrouten und eine noch engere Integration in die Einsatzführung.

00:03:32: Und wir sprechen jetzt darüber mit jemandem, der das alles aus der Praxis kennt – einem Drohnenpiloten im Technikteam Hochland, der uns erklärt wie sich so ein Einsatz wirklich abspielt.

00:03:43: Volker Eisele ist Vorstand der Stiftung Bergwacht und einer der Drohnexperten in den Einsatztruppen der Bergwarte.

00:03:50: Ja schön guten Morgen lieber Volker-Eisele!

00:03:53: Schön dass Sie heute für uns Zeit haben und uns ein paar Details mitteilen, wie der Einsatz von Drohnen in der Bergwacht funktioniert.

00:04:02: Wäre es okay wenn wir uns für das Interview duzen?

00:04:06: Mir sehr gerne!

00:04:07: Am Berg sagt man über tausend Metern ist man eher per Tu als beim Sieben und in der Rolle in der ich heute hier bin passt es für mich sehr gut.

00:04:15: also herzlichen Dank für das Du.

00:04:17: Okay dann machen wir das freut mich Volker, fangen wir gleich mit der ersten Frage an.

00:04:23: Wie hat sich der Einsatzalltag der Bergwacht verändert seitdem ihr Drohnen regelmäßig einsetzt?

00:04:30: Die Drohne kam jetzt am Saudos gekauft das erste Mal in einem scharfen Einsatz wie wir zu sagen pflegen in den Dienst.

00:04:37: Vorher haben wir eben verschiedene Szenarien geübt und da hat sich sehr schnell herausgestellt dass sich die Erwartungen die wir hatten Also den Wunsch formuliert haben, eine größere Drohne also auch zum Lastentransport zu beschaffen.

00:04:51: Haben sich mehr als bewahrheitet.

00:04:52: Das ist eine richtig fette Erleichterung und für uns war es schon auch eine Adelung dass die Einsatzführenden vorherwehren uns als Einsatz kritisch bezeichnet haben das heißt in unserem Schagon dass der Einsatz anders gelaufen wäre.

00:05:09: Schwieriger, mehr Menschen, größerer Orgaaufwand

00:05:12: usw.,

00:05:13: wenn wir die Drohne unsere Carry nicht mit dem Einsatz gehabt hätten.

00:05:16: Ah ok klingt spannend!

00:05:18: Kannst du einen Moment beschreiben in dem ihr wirklich alle gestaunt habt weil die Drohn so entscheidend geholfen hat?

00:05:28: Du kriegst halt... Mit unserer Drohnung fliegen wir auf das Auto für ca.

00:05:32: Und diese vierzig Kilo sind eigentlich das, was ein Mensch schon einzeln schwer in dem Gelände bergauf bewegen kann.

00:05:38: Also es gibt natürlich... Wenn ich nur einmal hoch muss dann schaffe ich die vierzig kilo.

00:05:42: ja wenn man da mehrfach hoch muss, dann muss man das Gewicht deutlich reduzieren und über unsere vielen Pendelflüge war also schon ganz schnell klar wie schnell so einen Landeplatz mit Lademöglichkeit leer wird.

00:05:55: Das hat uns dann schon erstaunt weil wir mit der Gewichtsklasse, den wir unterwegs sind genau eben die Einsatzmittel transportieren können, die sonst Menschen auf dem Rücken tragen.

00:06:05: Ob das jetzt Bergwacht-Einsatzkräfte sind in unseren ureigenen Einsätzen, sind es Bergwacheinsatzkräfte?

00:06:10: In diesem Fall waren es Personen vom Staatsforst noch mit dabei und Feuerwehreinsatz Kräfte mit dabei Da weiß man natürlich nicht mehr, wie viel Kilo normalerweise.

00:06:21: Aber mit dem mussten wir uns dort nicht beschäftigen weil wir im Wesentlichen eben in Pendelverkehr volles Material hoch leeres Material runter aufgefüllt, volles material wieder hoch und vor allem auch die Verpflegung, die wir da hoch gebracht haben.

00:06:34: Die hat natürlich die Einsatzstandzeit da oben deutlich verlängert.

00:06:38: Ah ja toll komplexes Konzept finde ich.

00:06:41: Kannst du mal wer typische Lasten beschreiben?

00:06:44: Wie ihr sie dann eingeflogen habt?

00:06:46: quasi

00:06:48: Also typisch war am Anfang als die Infrastruktur aufgebaut worden ist, dass wir Schläuche geflogen haben.

00:06:53: B-Schläuche und C-Schläuche.

00:06:54: Und da dann verbaut worden sind oben das Einschlauch allein wirklich viel.

00:07:01: aber wenn man dann eben sieht welche Fläche das war also wir haben eine Brandfläche.

00:07:07: ich habe gelernt die Feuerwehr sagt der schwarz fläche dazu Aber diese brandfläche die da war Wenn man sagt es waren In dem Gelände, ein riesen Strang.

00:07:20: Wir haben unten die Einsatzstrecke erreicht und sind mit sicher drei oder vier Kilometer in den Wald reingefahren.

00:07:26: Entlang dessen war oben am Gipfel überall Feuer und Brand eine riesige Fläche die wir dort eben mit der Feuerwehr oder die Feuerwehr aufgebaut und wie eben zugeliefert haben.

00:07:39: Meine Bergwachtkameraden haben oben gesichert, also es war wirklich insgesamt ein sehr, sehr cooler Einsatz weil Hand in Hand Schulter an Schulter aber eben die Infrastruktur da hochzubringen.

00:07:49: das war eine echte Erleichterung.

00:07:50: Okay kannst du mal so ganz pragmatisch diesen Drohnenflug beschreiben?

00:07:56: Wie läuft er ab vom Start bis zur Landung?

00:07:59: Ja Also die Drohne hat ein Abfluggewicht von fünfzig Kilo, kann dreißigvierzig Kilo transportieren und insofern ist das ein Riesending.

00:08:09: Das hat über drei Meter Durchmesser.

00:08:11: Man braucht also einen ordentlichen Startplatz dafür.

00:08:14: Das ist in einem engen Gebirgstal schon mal nicht ganz so einfach.

00:08:18: Fahrweg der ist so breit wie ein Auto, daneben hast du einen Bachbett.

00:08:21: Ein bisschen breiter aber du hast nicht viel Platz sich zu bewegen.

00:08:24: das heißt dort ein Landeplatz identifizieren der dann auch noch mit LTE erreichbar ist.

00:08:29: wir müssen LTE aufbauen für die Drohne.

00:08:32: Ist schon auch nicht ganz einfach gewesen.

00:08:33: wir haben also zum Schluss drei Startplätze identifiziert gehabt und konnten von da aus eben auch die Drohnigut gut unsicher starten.

00:08:42: eine Drohna in der Gewichtsklasse wird von zwei Piloten gesteuert.

00:08:46: Das heißt, der eine Pilot ist am Startplatz.

00:08:48: Der andere ist schon auf dem Weg das Ziel oder den Übergabepunkt auch zu sehen.

00:08:55: in Deutschland dürfen wir nur auf Sicht fliegen.

00:08:57: Auch als Behörde dürfen wir noch auf Sichtfliegen und insofern war es eben wie so eine Staffette.

00:09:04: also Der erste Pilot startet das Ding, bringt die Drohne in Richtung der Einsatzstelle oder der Übergabelstelle fürs Material.

00:09:12: Der zweite Pilot übernimmt, d. h., da ist eine Kommunikation notwendig, die man normalerweise wenn bei Drohnen fliegt im behördlichen Bereich nicht kennt, wenn man einfach nebeneinander steht.

00:09:22: Und insofern ist das schon mal eine Funk-Kommunikation die also safe sein muss dass wir eben diesen Übergabepunkt gut erwischt.

00:09:29: und dann ist eben das ganz spezielle, dass die Drohne in diesem Bergwaldgebiet indem wir im Einsatz waren von der Einsatzstelle her eingesprochen wird.

00:09:38: Das können unsere Einsatzkräfte gut weil sie das normalerweise mit Hubschraubern machen und dort mit Hubschrauber in Windenhaken so einweisen, dass man eben den Patienten und den Retter gut übergeben kann.

00:09:53: Das haben die Feuerwehren aber auch sehr schnell verstanden wie das funktioniert.

00:09:57: Insofern war die Challenge eigentlich A – die Übergabe an den zweiten Piloten und dann die Einweisung an der Einsatzstelle einigermaßen komplex bis hin zu richtig komplex.

00:10:11: also wenn man dann wir standen da unten die anekdote erzähle ich kurz und dann hieß es nehmen zwei vor Einen auf drei Uhr, einen auf zwölf Uhr.

00:10:22: Der will es aber genau wissen.

00:10:24: Es waren unglaublich kleinteilige Anweisungen und dann hat uns der abends ein Bild geschickt oder ein Kamerad von ihm hat uns ein Bild geshickt wie er in der Felswand an der Selbstsicherung hing und versucht hat eben dieses Löschmaterial mit einer Hand zu greifen.

00:10:38: also das war schon spektakulär und insofern uns dann auch klar, warum der einfach nicht zwanzig Zentimeter irgendwie überwinden konnte weil er eine Selbstsicherung hinkam.

00:10:46: Und das sind natürlich Einsatz-Szenarien die wir uns immer gewünscht haben.

00:10:51: wenn man gesagt hat dann macht die Drohne richtig Sinn denn der große Unterschied zum Hubschrauber ist Wir haben nahezu keinen Downwash.

00:10:57: Der ist zwar im Vergleich zu kleineren Drohnen schon bemerkbar aber halt gar nichts zum Hupscharber.

00:11:02: und deswegen in dieser brandgefährlichen Wasensinne des Wortes Brandgefährliche Situation war die Drohnenechte echte Echte Hilfestellung.

00:11:11: Das hört man aus deiner Schilderung heraus.

00:11:14: Kommen wir mal zum reinen Fliegen, was sind denn die größten Herausforderungen beim Fliegen im Alpinengelände?

00:11:20: Gerade bei Wind oder Thermic?

00:11:23: Du hast schon das Wort Thermic erwähnt.

00:11:25: Wir haben unterschiedliche Luftströmungen, die gehen auch schon so zwanzig dreißig Meter vom Boden weg los ja?

00:11:31: Wir haben im Gebirge also dort unterschiedlichste Luftströmmungen.

00:11:35: als Gleitschirmflieger weiß man es, als Segelflieger weiss man das, als Motorpilot weiß man das wahrscheinlich auch ein Hubschrauberpilot.

00:11:43: Der Rest war allerdings mit einer Drohne in der Gewichtsklasse Mitgewicht.

00:11:47: wir fliegen am Tau Das hat sich auch ausgestellt, dass taktisch besonders schlau.

00:11:51: Dass wir also die Winde, die die Drohne nicht benutzen, sondern mit einem Long Line fliegen quasi... Dann hast du unten noch ein Gewicht, das unter Umständen einer anderen Luftströmung hängt als der Drohnen oben.

00:12:01: Damit muss man nervlich als Pilot erst mal klarkommen.

00:12:04: Also es ist schon so, dass man da einen Luftströmmungen hat, den man meint über Wunden Sommer und dann plötzlich hängt das Gewicht unten in der gleichen Strömung.

00:12:13: Du bist aber im Anflug auf die Einsatzstelle und das macht's natürlich kompliziert.

00:12:17: Was es auch kompliziert macht ist, jeder der schon mal am Berg war und dort versucht hat zu telefonieren weiß das ist schwierig.

00:12:25: Und mit LTE ist noch schwieriger oder mit Internet ist es noch schwierig.

00:12:30: Insofern ist das für uns als Gruppe die das Internet eigentlich immer mitbringt schon auch komplex das über den Bergrücken drüberzubringen um mit der Drohne in Kontakt zu bleiben.

00:12:42: Also das waren die großen Herausforderungen, also einmal die Natur-Herausforderungen.

00:12:46: Wind, Strömungen auch Temperatur und Unterschiede ja?

00:12:49: Die hatten wir jetzt in dem Fall total, also von... Wir haben Schneemorgens und am nächsten drei oder vier Tage vorher hat man achtundzwanzig Grad Temperaturen da oben.

00:13:00: Das ist schon eine Herausforderung in der Vorbereitung des Fluges.

00:13:03: und dann eben das Thema Internet.

00:13:05: Na ja spannend!

00:13:07: Welche Rolle spielen denn Kameras oder Wärmebildkameras bei Einsätzen wie diesem?

00:13:14: Total wichtig.

00:13:18: Wir haben mehrere Technikteams bei der Bergwacht Bayern, also alle Regionen in denen wir uns aufteilen mit entsprechenden Technik-Teams ausgestattet sind.

00:13:25: Die haben alle große Drohnen allesamt Drohnen in der Gewichtsklasse so irgendwie aufwärts mit entsprechend wirklich guten Optiken.

00:13:36: Also überhaupt, sagen wir mal wenn man da eine gute private zivile Drohne nimmt dann hat die vielleicht zehn Prozent der Leistungsfähigkeit unsere Optiken und insofern ist da überall natürlich ne Wärmebildkamera drauf und auch ne ordentliche Zoom Kamera mit Technik mit drauf.

00:13:55: Wir können unterschiedliche Datenformate, aber der wirkliche Game Changer ist die Drohne, die bei uns in der Rhön im Franken steht.

00:14:04: Die eben nicht wie unsere Lastendrohne mit Propellertechnik funktioniert also mit acht Rotoren sondern sie hat eine Flächendrohrne.

00:14:14: Also die sieht aus wie ein kleines Flugzeug und hat.

00:14:18: mittlerweile ist die Such abgegraded, dass die Bildverarbeitung schon in der Drohne stattfindet.

00:14:22: Und unten das Technikteam fertige oder sehr hoch qualifiziert aufbereitete Bilder von der Lagischen Naht inklusive eben dieser Tausenden von Glutenestern, die an diesem Hang waren und vor allem auf die Veränderung beobachten kann.

00:14:40: Also das ist schon der zweite Game Changer, also erster Game Chenger aus meiner Sicht weil ich einfach mit dem Ding auch fliege, ist die Lastendrohne.

00:14:48: Der zweite Gamechanger für das Thema Lagebild und für das thema Einsatzleiter Unterstützung ist definitiv die Flächendrohrne.

00:14:59: Das heißt also künftig wird sich das Zusammenspiel von Einheiten mit Hubschrauber, Fußtrupps und Einsatzleitungen grundlegend ändern oder durch den Einsatz der Drohnen?

00:15:12: Absolut.

00:15:12: Also für uns hat immer im deutschen Luftrecht die bemannte Luftfahrt immer vorrang'n und insofern sind wir Quadgesetz einfach immer in der zweiten Position.

00:15:22: Jetzt ist aber so dass wir schon eine ganze Zeit lang fliegen.

00:15:24: Wir machen es ja seit gestern ist es schon auch eine Geschichte, wie die Piloten sich absprechen.

00:15:30: Wir in einem Technik-Team, in dem ich bin fahren wenn die Möglichkeit besteht dass wir mit der Hubschrauberbesatzung uns am Boden treffen und dort Mensch zu Mensch Absprachen treffen und der Pilot des Hubschaubers bestimmt dann ob wir zur gleichen Zeit in der Luft sind Zwei-hundert Höhenmeter tiefer, vielleicht einem anderen Suchquadranden.

00:15:50: Und so kriegen wir es eben gerade bei solchen Lagebildern die eine große Fläche haben hin dass wir einfach die Ressourcen verdoppeln und eben nicht wie es am Anfang unserer Zeit war abwarten bis der Hubschrauber zum tanken geht.

00:16:03: dann nutzen wir die zeit und während der Hupschraube beim tanken ist fangen machen wir unser bild oder gehen eine ganz andere stelle.

00:16:08: das ist heute Dank des Vertrauens der Piloten oder der Hubschaubesatzungen, die sie in uns haben.

00:16:15: Man hat jetzt mittlerweile schon auch einige Einsätze miteinander gefahren.

00:16:18: Das ist für uns schon eine Adelung, dass man sagt wir sind zeitgleich in der Luft.

00:16:23: So was haben Sie auch?

00:16:25: Wirklich sehr spannend!

00:16:27: Wahnsinn!

00:16:28: Kommen wir mal zu dir als Drohnenpilot in einem Technikteam.

00:16:32: wie viel Ausbildung braucht man wenn man so einer Drohne manövrieren will?

00:16:37: Und was unterscheidet euch von Serienpiloten?

00:16:45: Alle, die eine rote Jacke bei der Werke auf Bayern anhaben sind ausgebildete Einsatzkräfte.

00:16:49: Also haben wir eine umfangreiche Ausbildung, die zwischen zweieinhalb und sechs Jahren dauert hinter sich und spezialisieren sich dann.

00:16:56: neben den Dronenteams gibt es ja bei uns noch die Lawinen Suchhunde des Kriseninterventionsteams, die Canyoning-Druppe.

00:17:03: Das sind weitere, beispielhaft weitere Gruppen, die bei uns in den Einsatz gehen.

00:17:09: Und ich habe mich eben fürs Technikteam entschieden.

00:17:12: Und dort wird vorausgesetzt, dass der A-I und A-III Drohnenfliegerin sagt das was.

00:17:18: Das ist die private Drohnlizenz, das jeder für sich nicht privat macht.

00:17:21: Dann gibt es eine Ausbildung, die nach einem umfangreichen Flugbuch, das wir privat fühlt, dann einsetzt und ein lustiger Begriff anzusetzen ist mal L-IIIF also Luftfahrzeugführer d. h. behördlicher Drohnpilot.

00:17:38: Und die Ausbildung, wenn man jetzt die Flugzeiten mitnimmt.

00:17:41: Manche sind schneller mit den privaten Flügen, manche sind da langsamer aber ich sage mal, ja geht da locker drauf für die Ausbildung zum L-Dreff.

00:17:50: Okay also eine sehr aufwendige Ausbildung.

00:17:54: Ich habe bei der Recherche bin ich auf ein Artikel gestoßen Da wurde von Drohnen geschrieben, die bereits um die hundert Kilotransportieren können.

00:18:05: Welche neuen Szenarien wären damit für euch möglich?

00:18:10: Also als wir die Carries, so nennen wir unsere Flycard-Dreißig.

00:18:15: Als wir die bekommen haben war die Flycard hundert schon im Gespräch.

00:18:20: Für uns war damals und es hat sich jetzt am Säulekopf bestätigt, wir müssen irgendwie anfangen.

00:18:25: Wir wollten starten.

00:18:27: Jetzt bei dem Einsatz hat sich aber gezeigt diese Gewichtsklasse die wir mit der Flycard-Dreißig fliegen war für solche Einsätze sind zwei Löschrucksäcke die dran hängen.

00:18:36: das sind eben entsprechende Schläuche Klapp vier kleine, vier schmale Schläuche mit einem geringen Durchmesser.

00:18:45: Zwei größere Schläufe im größten Durchmessern.

00:18:47: Das ist aber das was die Leute vor Ort in der Steilheit des Hanges auch verarbeiten können.

00:18:51: Also man kann dann natürlich immer besser mehr zu fliegen.

00:18:54: Ich will nicht ausschließen, dass wir uns um ne Hunderda auch bemühen.

00:18:58: Aber die Fragestellung war jetzt in dem Fall nicht warten wir bis wir eine Flycard hundert kriegen und dann haben ja über ein Jahr mit der oder anderthalb Jahre mit der Flycard dreißig geübt, um uns jetzt den Einsatz zuzutrauen.

00:19:12: also insofern du kannst nicht so einen Drohne auf den Hof stellen und dann ist sie sofort in allen möglichen Einsatzszenarien einsatzklar sondern du musst erst die Mannschaft soweit bringen.

00:19:24: Ja, ich kann mir Einsatz-Szenarien vorstellen wo man hundert Kilo oder dann entsprechend mehr Kilos fliegen kann.

00:19:31: Die liegen dann vor allem aber auch im Katastrophenschutzeinsatz in der Bergrettung.

00:19:36: Fliegen wird.

00:19:37: das Material dass wir haben ist ja alles darauf ausgelegt, dass das Menschen tragen können.

00:19:42: Deswegen hat das Material meistens oder immer unter dreißig Kilo.

00:19:46: im Moment also da geht es nur darum wie viel Säcke hänge ich halt dran.

00:19:50: aber wir haben uns halt in der Definition unserer Aushaltestum immer Gedanken gemacht wer soll das eigentlich im Gelände und im schweren Gelände bewegen?

00:19:58: und deswegen fühlen wir uns mit der Dreißiger im Moment gut aufgehoben.

00:20:01: Aber in Katastrophen einsetzen oder in Einsätzen, wo das Gelände nicht so anspruchsvoll ist.

00:20:06: Kann ich mir schon vorstellen?

00:20:07: Dass eine hundert Kilodrone oder irgendwann mal die zweihundert Kilo Drohne oder was auch immer schon auf Sinn macht.

00:20:14: Ja klingt logisch!

00:20:15: Wenn wir jetzt vielleicht zum Schluss nochmal einen Blick in die Zukunft richten.

00:20:20: Welche technischen Entwicklungen würdest du dir persönlich wünschen um eure Arbeit durch mit den Drohnen noch deutlicher zu verbessern?

00:20:30: Für die Bergwacht-Organisation nennen im Alpenraum gilt immer, in dem wir den Idee haben fangen ein paar Leute an zu tüfteln.

00:20:36: Und wir tüffteln gerade so ein paar Sachen unabhängig voneinander jetzt mittlerweile auch an Universitäten in Augsburg und in Ingolstadt bei uns und an der Neue in Bootsen.

00:20:48: Da geht es vor allem um das Thema Drohnen im Schwarm zu bewegen ist eines der Themen.

00:20:53: also wie kann ich konzertiert mehrere Drohnen zur Aufklärung in die Luft bringen.

00:20:58: Und wie kann ich dann anschließend ein sinnvolles Lagebild daraus erstellen?

00:21:02: Das andere ist, das müssen auch nicht unbedingt riesige Drohne sein.

00:21:05: Also der Vorstarr in Ingolstadt gerade einen eher kleineren Drohneln ja also diese Handteller groß sind.

00:21:12: und das zweite Thema ist das bildgebende Verfahren.

00:21:16: sprich Vermissten suchen sind ja häufig die Fuß, da wird genannt.

00:21:21: Der Mensch hat eine gelbe Jacke an oder einen grünen Rucksack und wenn man dann durch ein bewaldetes Gebiet fliegt, hat man hier mit bloßem Auge kaum ne Chance das zu erkennen.

00:21:30: Insofern arbeiten einige unserer Kameraden und Kameradinnen dran Farbfragmente aus einem Luftbild zu übernehmen, um das zum sinnvollen Hinweis zusammenzubasteln.

00:21:42: Das geht nur mit KI und insofern ist es ein Thema wo wir uns nicht allzu ferner zukunft eine Verbesserung versprechen.

00:21:51: also wir haben jetzt keine Themen wo wir sagen ah in zehn Jahren müssen wir sondern wenn wir uns ein thema vornehmen dann wird es relativ schnell auch umgesetzt.

00:21:59: Und insofern, das sind es die zwar heißen nehmen auf die ich persönlich warte.

00:22:02: Die bringen uns glaube ich richtig weiter im Thema vermisstensuche oder dem Thema Lagebild.

00:22:08: Sehr sehr spannend!

00:22:09: Lieber Volker, vielen, vielen Dank für diese tollen Einblicke in eurer Arbeit mit den Drohnen.

00:22:15: Wie du weißt sind wir ja ein Logistik-Verlag und für uns ist natürlich mit Spannung oder wir erwarten gespannt darauf wann Drohne auch in der logistik, in der klassischen Logistika eine größere Rolle spielen und ich glaube da leistet ihr sehr, sehr wertvolle Vorarbeit.

00:22:31: Das macht auch die Landwirtschaft.

00:22:35: Wir orientieren uns da schon, wir sind im Rettungsdienst bei den Hilfsorganisationen sehr weit vorn dran.

00:22:41: Aber wenn man in andere Länder schaut wo Landwirtschaft heißt der in Bayern eher um den Hof herum liegende Felder und Dörfer also eher Familienbetriebe ja, wenn man jetzt aber ins europäische Ausland schaut, wo man große riesige Hektarflächen an landwirtschaftlicher Fläche bewirtschaften muss Da ist eben die Drohne, wie wir sie jetzt als Lastendrohne im Einsatz haben schon eine ganze Zeit im Einsatz.

00:23:03: Und da schießen wir schon darauf hin weil das wiederum die Quelle ist wo wir lernen.

00:23:08: und ich kann sagen solange das deutsche Luftrecht so ist wie es jetzt ist, kann ich mir nicht vorstellen dass in der Logistik im Verkehrsraum auch mit allem was im europäischen Recht jetzt damit mit genehmigten Luft-Ebenen eingeteilt.

00:23:27: Also es sind schon Vorarbeiten da, aber da passt das deutsche Luftrecht aus meiner persönlichen Sicht noch nicht so dazu und deswegen ist das glaube ich schon eher nochmal eine Zukunftsmusik auf drei vier fünf sechs Jahre mindestens.

00:23:39: Und da werden wir gespannt den Blick drauf richten.

00:23:42: und ja in diesem Sinne nochmal ganz herzlichen Dank für deine Zeit heute Volker und weiterhin viele erfolgreiche Einsätze oder auch nachfolgenden Drohnen, die ihr anschaffen werdet.

00:23:54: Vielen Dank!

00:23:54: Ich sag's mir an den Kameraden und sage ich das weiter.

00:23:57: Vielen dank fürs Interesse in unserer Arbeit!

00:24:00: Vielen Dank Volker, dass du heute Zeit für uns hattest und uns diese ganzen spannenden Einblicke in eure Welt der Drohne gegeben hast.

00:24:07: Und natürlich auch vielen Dank an Sie da draußen, die uns gerade zugehört haben.

00:24:12: Sollten sie Fragen, Feedback, Kritik irgendwas haben finden Sie einen Kontakt in den Show-Notes.

00:24:17: Außerdem freuen wir uns über eine Bewertung auf der Podcastplattform Ihrer Wahl.

00:24:22: am liebsten gut und ansonsten wünsche ich wie immer eine Allzeit gute Fahrt!

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