#358: Hormus, Häfen, Luftfracht – Globale Logistik im Irankrieg

Shownotes

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00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verkehrsrundschau Funk, dem Podcast rund um Transport, Logistik und Mobilität.

00:00:15: Ich bin Tabea Schulz, Mitarbeiterin der Verkehrs-Rundchau und Chefin vom Dienst beim Tracker.

00:00:19: Schön dass Sie wieder dabei sind!

00:00:21: Und ich bin Christian Bonk, freier Journalist und auch viel auf den Straßen dieses Landes unterwegs.

00:00:27: Heute beschäftigen wir uns mit einem Thema das die globale Logistika gerade so stark beschäftigt wie kaum ein anderes – Die Blockade der Straße von Hormus Eine Engstelle, die über ein Fünftel des weltweiten Ölhandels und einen erheblichen Teil des wahren Verkehrs beeinflusst.

00:00:42: Und deren Auswirkungen wir inzwischen auch in Europa

00:00:44: spüren.".

00:00:45: Die Straße von Hormuz ist nur rund vierzig Kilometer breit – aber sie ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt!

00:00:52: Sie verbindet den persischen Golf mit dem Golf an Oman und damit die Exporthilfen von Kuwait, Bahrain, Qatar, den Vereinten Arabischen Emiraten.

00:01:04: Also wenn hier etwas passiert, geraten Energiepreise, Lieferketten und ganze Industrien unter Druck.

00:01:09: Und genau das erleben wir gerade!

00:01:11: Schiffe müssen ausweichen, Luftfrachtrouten werden umgeplant und die Logistikbranche steht unter enormem Anpassungsdruck.

00:01:19: Doch gleichzeitig zeigt sich wie resilient moderne Lieferketten sein können – wenn sie richtig aufgebaut sind.

00:01:25: Ein Unternehmen dass das gerade eindrucksvoll beweist ist DHL Global Forwarding.

00:01:31: DHL ist seit fünf Jahrzehnten im Nahen Osten aktiv und betreibt dort eines der größten Logistik-Netzwerke der Region.

00:01:38: Zwei Hundertfünfzig Standorte inklusive Service Points, mehr als rund sechs Tausend Fünfhundert Mitarbeitende und allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten mehr als zweihundertvierzigtausend Quadratmeter Lagerfläche.

00:01:50: Als die Krise begann standen zwei Dinge im Mittelpunkt – Die Sicherheit der eigenen Leute Und die Synchronisierung des globalen Netzwerks.

00:01:58: Schon zwei Tage nach Beginn der Blockade gab es das erste große Kunden-Webinar ab dann täglich übrigens.

00:02:06: Transparenz war entscheidend, um zu zeigen welche Routen noch funktionieren und welche Alternativen sofort aktiviert werden können.

00:02:13: Und diese Alternatifen wurden sehr schnell genutzt.

00:02:15: DHL verlegte Luftfrachtströmen nach Musket und Riad.

00:02:19: beide Airports arbeiten derzeit weit über normale Niveau.

00:02:23: Musket hat seine Kapazität praktisch verdoppelt, Riad nimmt ebenfalls große Mengen auf.

00:02:28: Von dort geht es per Lkw weiter, weil einige Lufträume im Golf zeitweise geschlossen waren.

00:02:33: Gleichzeitig wurden Seefrachtvolumen auf Häfen wie Soha-, Salala-, Futsch-Iraa- und Shorfa Khan umgeleitet – auch die Westküste Saudi Arabiens, Jeddah, King Abdulaport, Yangbu- und Jasann übernehmen zusätzliche Mengen.

00:02:50: DHL nutzt in dieser Situation die volle Bandbreite multimodaler Lösungen.

00:02:55: Das CR-Modell über Saudi Arabien und Oman läuft auf Hochtouren, waren aus Asien, kommen per Schiff und gehen per Luftfracht weiter nach Europa und Amerika – schnell, flexibel und ohne Hormuz!

00:03:06: Besonders sensible Branchen wie Pharma oder Lebensmittel profitieren von kombinierten R-Roadlösungen.

00:03:12: Dreimal pro Woche starten Healthcare Charter aus Lüttich in die Golfregion temperaturgeführt und direkt per AKW verteilt.

00:03:20: Und dann ist da noch die Straße, die klassische Lkw-Route.

00:03:24: Sie ist aktuell die stabilste Verbindung weil sie unabhängig von der Blockade funktioniert.

00:03:29: DHL hat das roten Netzwerk in den letzten Jahren massiv ausgebaut und genau das zahlt sich jetzt aus.

00:03:35: Gleichzeitig belasten steigende Energiepreise die gesamte Branche aber die Behörden in der Region haben schnell reagiert und Green Corridors für verderbliche Waren geschaffen.

00:03:45: Tobias Meier sagt selbst, die Pandemie hat geholfen schneller und koordinierter zu reagieren.

00:03:51: Und Handel findet schließlich immer einen Weg.

00:03:53: DHL hält diesen Weg offen!

00:03:56: Genau mit diesem Tobias Meyer sprechen wir jetzt.

00:03:58: Er ist CEO bei DHL Global Forwarding Middle East & Africa.

00:04:03: Er kennt die neusten Entwicklungen aus erster Hand und gibt uns spannende Insights.

00:04:10: Schönen guten Tag oder vielmehr Guten Morgen Herr Meier.

00:04:12: Wir wissen dass Sie gerade in den USA sind und extra sehr früh für uns aufgestanden sind.

00:04:17: Ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit heute!

00:04:21: Gerne, Herr Bonk und vielen Dank dass ich bei Ihnen sein kann.

00:04:25: Dann steigen wir gleich ein.

00:04:27: Herr Meier, wie haben Sie die ersten Stunden der Krise erlebt?

00:04:30: Und was waren die allerersten Maßnahmen, die DHL eingeleitet

00:04:33: hat?

00:04:36: Ja das weiß ich noch ziemlich genau.

00:04:37: Das war am achtendzwanzigsten Februar.

00:04:39: morgens gab es erst Meldungen, dass es eine Einigung gegeben hat.

00:04:43: dann habe ich mich nochmal im Bett umgedreht und bis sich gestanden bin, gab es dann doch die ersten Angriffe von Seiten der USA.

00:04:51: Wir hatten damals nicht damit gerechnet dass sich der Konflikt so schnell soweit ausweiten würde.

00:04:57: aber als ich mittags gab's dann die erste Meldung das Raketen Richtung Abu Dhabi und UAE fliegen.

00:05:03: wir haben daraufhin schon am Samstag Nachmittag den ersten Call organisiert mit meinen Kollegen aus meinem Team um zu besprechen erstens was ist eigentlich die Lage?

00:05:13: wo gibt es Angriffel?

00:05:14: Was passiert?

00:05:15: Und dann um uns zu organisieren, dass wir erstmal alle Leute sicher haben.

00:05:18: Weil die höchste Priorität ähnlich wie ein Flugzeug.

00:05:21: erst mal müssen wir schauen das alle unsere Leute in Sicherheit sind und was wir tun können diese auch in möglichst sicheren Orten zu haben.

00:05:30: Dann haben wir uns organisiert und haben gefahren wo ist die Kabel?

00:05:36: Was hat das für Implikationen?

00:05:38: Die Lufträume waren ja aus dem Flugzeug konnten nicht mehr fliegen und die Luftfracht lief.

00:05:44: Wir haben angefangen da an Szenarien zu arbeiten und haben dann am Montagmorgen bereits das erste Webinar veranstaltet mit Kunden, um die Kunden über die Sachlage zu informieren.

00:05:58: Das war sehr hoch nachgefragt.

00:06:00: Wir hatten über dreitausend Kunden, die die anderen eingewählt haben, um das letzte Update so bekommen wie diese Situation im mittleren Osten ist Haben das dann täglich weitergemacht, haben immer die Balance finden müssen zwischen täglichen Entwicklungen.

00:06:14: Was bedeutet das für Seefracht?

00:06:15: Für Luftfracht auf der Straße und versucht die Kollegen im Netzwerk weltweit aber

00:06:21: auch

00:06:23: von mir zu halten.

00:06:25: Das war mit Sicherheit eine sehr spannende Zeit und eine sehr aufwendige.

00:06:29: Welche Rolle spielt denn Masked und Riad als alternative Airgate Race?

00:06:34: Und welche sind die wichtigsten alternativen Häfen in Saudi-Arabien, Omanen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

00:06:41: Wie schnell konnten Sie diese Kapazitäten dort hochfahren?

00:06:46: Ja, Muskat und Riad als Alternative Gateways waren unsere Lifeline wie wir das genannt hatten in der Krise.

00:06:52: Warum?

00:06:53: Der Oman war ja auch ein Vermittler zwischen USA und Irak und gilt als Neutraler und wurde nicht so sehr attackiert wie zum Beispiel die VAE.

00:07:02: Auch Saudi Arabien hatte weniger Angriffe zu verzeichnen gerade am Anfang der Krisy vergleichen zu VAE oder Bahrain in anderen Ländern.

00:07:10: Deshalb war es immer noch möglich, nach Riad und Muskat zu fliegen.

00:07:13: In Zeiten in denen Doha – total ist ja ein großes Gateway immer – Dubai konnten nicht angeflogen werden zu dem Ausmaß.

00:07:21: Und wir haben dann das große Glück gehabt, dass die Kollegen von Express mit ihren Fliegern neue Kapazitäten nach Muskat und Riad bereitgestellt haben.

00:07:30: Muskat hat weit mehr als doppelt so viel wie normal an Kragow durchgeleitet Und das wurde dann immer mit LKWs von Muskat nach Dubai gebracht bzw.

00:07:42: den ganzen Golfraum verteilt, also das hat ganz gut funktioniert.

00:07:46: über die Zeit nach drei vier Wochen wird es dann ja Schritt für Schritt besser und dann ist wieder vieles nach Dubai jetzt auch Doha und Baha'in zurück.

00:07:56: Aber an der Beginn der Krise waren wirklich Riyadh-Muskat in den ersten zwei, drei Wochen absolut die Lifelines wo die meiste Kago in der Luftfahrt abgewickelt wurde

00:08:06: Dann buchstäblich ein intermodaler Kraftakt, den sie da auf die Beine stellen mussten.

00:08:12: Wie funktionieren denn die aktuellen Lkw-Korridore durch Saudi Arabien, Oman und die Emirate?

00:08:18: Und welche sind die derzeit am wichtigsten Strecken?

00:08:22: Ja, das ist also eine gute Frage.

00:08:26: Aber man schärt sich das glaube ich mal vor aus der Ferne.

00:08:29: Das ist wie in Europa mit der EU und jeder Truck kann einfach von A nach D fahren ohne große Komplikationen.

00:08:34: Dem ist leider nicht so im GCC.

00:08:35: Es gibt da wahnsinnig viele Regularien.

00:08:37: Also ein einfaches Beispiel ist ein Truck aus Abu Dhabi darf normalerweise nicht an den Hafen von Dubai umgekehrt.

00:08:43: Leere Trucks dürfen nicht über die Grenzen fahren Und, und, und.

00:08:47: Das gibt es viele Regulations die die eigenen Lkw-Unternehmer vor Ort schützen sollen.

00:08:53: Es gab sehr viele Vereinfachungen in der Krise gemacht wurden das eben solche normalen Beschränkungen aufgehoben wurden.

00:09:01: aber es ist nach wie vor schwierig und nach wie Vor gibt's je nach Korridor verschiedene Regularien.

00:09:06: einfaches Beispiel von Oman gibts ein Korean Corridors so heißen die mit vereinfachter Abwicklung nach VAE Aber der ist dann nur für Shipping Lines nutzbar.

00:09:16: Für unser Spediteure eben nicht und das hilft dann der ganzen Sache wieder, nicht unverkompliziert alles.

00:09:23: Wichtiges absolutes Nadelöhr im Moment ist definitiv Cheddar.

00:09:27: Cheddar ist sehr wichtig für uns als Entry Point aus USA, Europa, Nordafrika, Mediterranean in den GCC.

00:09:35: Und da kommt natürlich wahnsinnig viel Cargo an – nicht nur für Saudis sondern auch für Kuwait, für Katarbachein, VAE.

00:09:43: Für den asiatischen Raum ist natürlich Gorfa Khan und in UAE.

00:09:48: Und in Oman, wir haben Soha Salala.

00:09:52: das sind so die wichtigsten Häfen im Moment für uns auch da es natürlich wahnsinnig viel Druck so.

00:09:57: Gorfa Kan als Beispiel akzeptiert die Importe.

00:10:02: man kann darüber nicht exportieren.

00:10:03: der Hafen ist relativ klein war nicht wirklich in aktiver Nutzung oder nicht intensiver Nitzung Und wir sind eigentlich positiv überrascht.

00:10:12: Über die Mengen, die über den Hafen abgewickelt werden konnten kann natürlich in keiner Art und Weise einen Schäppel Ali, einen Khalifa-Port in Abu Dhabi und Katar kompensieren aber es hilft zumindest dass Grabo weiterfließt.

00:10:27: Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt das der globale Handel wie Wasser ist.

00:10:32: er findet eigentlich immer seinen Weg.

00:10:34: Wie zeigt sich das konkret in dieser Krise?

00:10:38: Ja, ich finde das ist ein gutes Beispiel.

00:10:40: Asteriat und Muscat die Alternativen waren haben sich alle relativ schnell organisiert und sich dahin umgeleitet.

00:10:48: Als dann die Verbindung nach Dubai wieder aufging, geht es jetzt wieder über Dubai.

00:10:53: Cheddar als Hafen habe ich ja gerade erklärt wird voll.

00:10:56: Dann fängt jeder an und schaut nach Alternativen.

00:10:58: Eine Alternative ist jetzt dass wir eben auch außer Europa LKW Lösungen anbieten, Europa, Türkei und dann entweder über Syrien oder Irak, nach Jordanien Crossloading und dann via Saudi Innengolf rein.

00:11:12: also die Unternehmer und die Spediteure sind da immer sehr kreativ aktiv und wenn irgendeine Lösung nicht mehr funktioniert, dann findet man ein zwei drei neue alternative Lösungen.

00:11:23: Und so findet eben der Handel immer seinen Weg.

00:11:25: ähnlich wie das Wasser, dass wenn irgendwo eine Prokade ist, dann fließt das Wasser eben außen rum und es geht

00:11:30: weiter.".

00:11:31: Ja super interessant zu betrachten im Moment!

00:11:34: Wie stark sind denn besonders sensible Branchen wie Pharma, Lebensmittel oder Hellscare betroffen?

00:11:40: Und wie funktionieren die in der Presse so oft zitierten Charterflüge aus

00:11:44: Lütthich?".

00:11:46: Ja, also die funktionieren sehr gut.

00:11:48: Die fliegen dreimal die Woche und das ist eben auch mit unserer eigenen Kapazität.

00:11:55: Das hat uns sehr geholfen in Summe Pharma-Lebensmittel.

00:11:59: Also als Einwohnerin in Dubai kann ich berichten der Supermärkte war eigentlich immer voll.

00:12:04: wir haben davon jetzt nicht viel gemerkt.

00:12:06: Lebensmittelpharma und Halfker hatten immer Priorität.

00:12:09: Also, wenn es auch in Seefracht geht.

00:12:11: Wenn da eben Lebensmittel und verdäbliche Waren sind, wurden die immer mit Erster Priyo behandelt.

00:12:17: vom Zoll- und jeglicher Abfertigung so das eigentlich von den kritischen Sachen wir nie ernsthafte Probleme hatten in der ganzen Krise.

00:12:25: Das war wirklich teilweise ganz komisch dass man auf der einen Seite in einem Kriegssituation ist aber wenn man ins Supermarkt geht oder auf die Straße merkt man davon nicht unbedingt irgendwas.

00:12:38: Ja, das ist gerade für uns hier sehr interessant die wir wirklich sehr weit weg sind wie es da dann tatsächlich abläuft.

00:12:45: Wie jetzt kommen wir mal zu Ihrer Administration?

00:12:48: Wie koordinieren Sie denn ein globales Netzwerk von über zweihundert Ländern wenn sich Luft und Seewege quasi über Nacht verändern?

00:12:55: was ist an Administration nötig?

00:13:00: Kommunikation.

00:13:02: Also wir hatten tägliche Krisenkurs, wir haben auch Taskforce aufgesetzt.

00:13:06: also wir hatten eine Taskforce die eben Der Aufgabe hatte mit dem Netzwerk und den Kunden zu kommunizieren.

00:13:11: Wir hatten eine Taskforce oder haben die immer noch, die den ganzen Land Transport koordiniert eben die Auswirkungen aus den verschiedenen Gateways, die wir benutzt haben in der Krise.

00:13:22: Dann haben wir natürlich innerhalb der Firma ein System, in dem alle arbeiten wo wir sogenannte Station Announcements rausschicken.

00:13:29: also da werden dann formell immer die Kollegen weltweit informiert.

00:13:32: okay Bitte schickt keine Luftfracht mehr zum Beispiel nach Cheddar.

00:13:36: Was schickt das lieber nach Riat?

00:13:40: Viel, viel Kommunikation.

00:13:41: auch mit meinen globalen Kollegen hatten wir regelmäßige Calls.

00:13:44: Es gab natürlich auch viele andere Effekte.

00:13:47: Wir haben alle gesehen Ölpreis hat sich verändert.

00:13:50: Das hat natürlich immer Impact auf Spedition und da war einfach Kommunikationskommunikation.

00:13:57: Und man war da wirklich zehn Stunden am Tag in Calls Und hat dann nochmal irgendwie fünf, sechs Stunden gearbeitet.

00:14:03: Es war ja damals so ein bisschen wie in Kobe-Zeiten.

00:14:05: Man hatte nicht viel zu tun außer zu Hause zu sitzen und zu arbeiten.

00:14:09: Und viele haben wirklich vierzehn, fünfzehnt, sechten Stunden am Tag gearbeitet gerade in den ersten vier Wochen der Krise weil das wahnsinnig intensiv.

00:14:16: Ja, das kann man sogar von hier nachvollziehen.

00:14:19: Sie haben es grad selbst angesprochen natürlich steigende Preise.

00:14:23: Welche Auswirkungen haben diese steigenden Energiepreise und Versicherungsprämien auf die aktuelle Logistik?

00:14:30: Kommunizieren Sie das und wie gehen Ihre Kunden damit um?

00:14:36: Also wir haben natürlich sind die Ölpreise immer ein großer Anteil der Frachtkosten.

00:14:42: Flugzeug, natürlich das Kerosin im Schiff natürlich der Banker und auf dem Transport natürlich der Diesel.

00:14:49: Ja, wir haben mit vielen Kunden vereinbaren wo wir eben die Fuel-Komponente weitergeben können je nachdem wir die schwanken.

00:14:54: also die geht nach oben, die geht noch unten und dementsprechend wird dann die sogenannte Fuel Surcharge regelmäßig angepasst.

00:15:01: Auch da wieder ist regelmäßige Kommunikation.

00:15:05: Das, sagen wir mal gute oder positive ist natürlich die Preise sind ja durch Indices relativ transparent.

00:15:11: Jeder weiß es hier, der kann das nachvollziehen.

00:15:13: Das ging relativ gut würde ich sagen.

00:15:16: Der Fokus war dann immer wie schaffen wir es denn dass die Cargo überhaupt ankommt?

00:15:21: Weil gerade in der Seefracht mit der Straight, die geclosed ist, natürlich viele Verzögerungen gab so dass ja die reine Fuel Thematik war jetzt nicht das größte.

00:15:31: Für uns Region ist natürlich der Preisdruck höher aufgrund der ganzen Komplikationen mit der Straight und den alternativen Hafen, und den Alternativen extra Clearances die wir machen müssen.

00:15:43: Und den extra Transporten die wir organisieren müssen.

00:15:46: aber auch weltweit hat es natürlich einen gewissen Impact.

00:15:49: Mal schauen wie's weitergeht wird viel davon abhängen wie die Krise zu Ende geht und was da mit dem Ölpreis passiert.

00:15:56: Neben der internen Kommunikation und der mit den Kunden haben Sie es ja eben schon angesprochen, ist die Kommunikion mit den regionalen Behörden natürlich sehr wichtig.

00:16:05: Wie erleben sie das bei Green Lanes zum Beispiel an der Oman-VRE Grenze?

00:16:14: Da muss ich sagen sind die GCC wirklich in meinen Augen relativ vorbildlich.

00:16:18: Die sind alle sehr offen, sehr erreichbar.

00:16:21: Bei Problemen kann man immer direkt hingehen um mit denen reden und sagen Leute pass mal auf Diese Regelung hat diese negative Konsequenz.

00:16:30: Wollte das wirklich haben und nicht immer, aber bei vielen Sachen hören Sie zu.

00:16:35: Wir hatten Calls mit Minister of Transportation and Logistics in Ländern die sich kurzfristig zur Verfügung gestellt haben, die dann auch ihr ganzes Team dabei hatten also die Verantwortlichen für die Flughäfen Und die sind dann mit ihnen im Call.

00:16:53: und wenn sie da zehn Punkte haben, die Sie sich wünschen würden, die geändert werden sollten.

00:16:58: Da wird genau aufgeschrieben was gemacht werden soll und da kriegen sie auch relativ zeitnah ein Feedback.

00:17:04: also da muss ich sagen ist die Kollaboration die Zusammenarbeit wirklich sehr gut und das würde ich mir manchmal wünscht dass wir das zuhause bei uns lernen könnten weil das wirklich sehr konstruktiv war.

00:17:16: Das finde ich ein sehr, sehr interessanten Aspekt.

00:17:19: Vielen Dank für diesen Einblick!

00:17:22: Gestatten Sie eine Frage zum Schluss?

00:17:24: Wie lange glauben Sie, kann dieses alternative Netzwerk die Region stabil versorgen und welche langfristigen Veränderungen sehen sie für die Globalen Lieferketten?

00:17:35: Ja, das ist also ich glaube wir haben jetzt im Moment ein relativ stabiles Setup.

00:17:40: Das kann mit Sicherheit lange weitergehen rein technisch.

00:17:44: Ich glaube wir kriegen die Cargo da schon hin wo sie hin muss.

00:17:47: es gibt Probleme gerade wenn's jetzt darum geht die Infrastruktur wieder herzustellen weil einfaches gibt Cargo die so groß und so schwer fünfhundert Tonnen plus Die kriegen wir nur auf dem Seeweg zu den Ländern.

00:17:59: Also zum Beispiel in Qatar gibt es ja gewisse Infrastrukturbeschädigungen repariert, wenn da Schiffe hin können.

00:18:07: Ansonsten jetzt rein von der Versorgung geht es glaube ich ganz gut und gehts ganz gut weiter.

00:18:13: Für mich persönlich, ich bin ja lange in der Region zehn Jahre jetzt.

00:18:16: Wir haben ja auch große Investitionen angekündigt über fünfhundert Millionen und ich glaube das wird auch weiter so weiterlaufen.

00:18:24: die region liegt einfach geographisch sehr geschickt zwischen Asien und Afrika und Europa in der Mitte.

00:18:31: Sie haben einfach eine super Drehscheibe sie haben wir Hörden die super unterstützen sie haben eine super Infrastruktur Sie haben nach wie vor die Airlines, auch in der Belli.

00:18:42: Wie wir sagen, in den großen Fliegern haben wir ja immer unten.

00:18:45: ungefähr zwei Drittel der weltweiten Cargo geht in Belli.

00:18:48: Das heißt, die Kapazitäten sind da.

00:18:51: Deswegen bin ich was im langfristigen Ausblick angeht sehr positiv für den GCC.

00:18:56: Wir müssen einfach schauen wie jetzt der Konflikt gelöst wird Was das dann genau bedeutet.

00:19:01: Aber Ich denke, wir werden sehen dass geht so weiter wie wir es in letzten zehn zwanzig Jahren erlebt haben.

00:19:08: Okay, Herr Meier.

00:19:09: Dann haben Sie ganz herzlichen Dank für diese ja eigentlich durchweg positiven Einblicke.

00:19:15: ich glaube dass viele unserer Hörer ja wahrscheinlich auf gewisse Art und Weise beruhigt sein werden sie heute gehört zu haben.

00:19:23: also nochmals Ganz herzliche dank für ihre Zeit Und dann Heute einen guten Tag in die USA.

00:19:29: und Ja danke nochmal

00:19:32: Herzlichen Dank Herr Bonk.

00:19:33: Ihnen auch

00:19:35: Auch von meiner Seite vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben.

00:19:39: Und natürlich auch danke an alle Zuhörenden da draußen!

00:19:42: Wenn sie Themenvorschläge oder Feedback haben, melden Sie sich gerne bei uns – ein Kontakt zur Redaktion finden Sie in den Shownotes.

00:19:48: Außerdem freuen wir uns über eine Bewertung auf der Podcastplattform Ihrer Wahl und bis zum nächsten Mal wünsche ich wie immer eine Allzeit gute Fahrt.

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