#354: Tonnenweise Party – Wie Festivals ihren Müll bewältigen
Shownotes
[www.verkehrsrundschau-plus.de] /// [www.verkehrsrundschau.de] ///
Redaktioneller Kontakt: tabea.schulz@tecvia.com
Sound Effect by Oleg Fedak from Pixabay
Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verkehrsrundschau-Funk, dem Podcast rund um Transport, Logistik und Mobilität.
00:00:14: Ich bin Tabea Schulz, Mitarbeiterin der Verkehrsrundschau und Chefin vom Dienst beim Tracker
00:00:19: Und ich bin Christian Bonk, freier Journalist und ebenfalls schon lange mit der Branche unterwegs.
00:00:24: Heute sprechen wir über eine Branche die man selten sieht aber ohne die kein Festival funktionieren würde Die Logistikk hinter der Reinigung großer Open Air Events.
00:00:33: Denn wo Zehntausende Feiern entstehen Tonnen von Müll und der muss weg, bevor die nächste Veranstaltung beginnt.
00:00:40: Und das ist nicht übertrieben!
00:00:41: Festivals
00:00:42: sind temporieres Städte mit eigener Energie, eigenem Verkehr, eigener Wasserversorgung – und einer Müllproduktion natürlich, die in wenigen Tagen das erreicht was manche Kleinstadt in einem ganzen Monat erzeugt.
00:00:54: Genau diese Müllströme müssen kontrolliert, sortiert, abgefahren oder recycelt werden.
00:01:00: Das ist Logistik im Ausnahmezustand.
00:01:03: Europaweit drehen wir über mehr als drei tausend große Festivals mit hunderttausenden von Besuchern.
00:01:09: Zählt man kleinere Kulturen Musikfeste dazu, kommt man auf über zehntausend Events pro Jahr.
00:01:15: Deutschland allein hat rund fünfhundert bis sechshundert Musikfestivals
00:01:19: Und Berlin ist ein Sonderfall.
00:01:21: Hier gibt es weniger Camping dafür.
00:01:24: riesige Urbane-Events Lola Pelusa, Karneval der Kultureen Fett della Musik Ahtonal Popkultur Nation of Gondwana, zurück zu den Wurzeln.
00:01:36: Und das ist ein dichtes Eventnetz, dass enorme Mengen an Abfall produziert!
00:01:41: Die Zahlen sind beeindruckend.
00:01:44: Glassenbury in England produziert rund zweitausend Tonnen Müll.
00:01:47: Roskilde in Dänemark kommt auf tausend tonnen.
00:01:50: Tomorrowland in Belgien
00:01:52: liegt
00:01:52: bei zwölfhundert bis fünfzehn hundert Tonnen.
00:01:56: Rock am Ring in Deutschland erzeugt vierhundert- bis fünfundundtonnen.
00:02:00: Wacken
00:02:00: kommt auf rund sechshundert Tonne.
00:02:03: Und das ist nicht nur der Restmüll.
00:02:04: Bei Camping-Festivals entstehen fünf bis sieben Kilogramm Müll pro Besucher und Tag, bei urbanen Festivals sind es zwei bis drei Kilogrammen.
00:02:13: Ein Festival mit neunzigtausend Besuchern wie Rock am Ring beispielsweise erzeugt also in drei Tagen mehr als eine halbe Million Kilogramme Abfall.
00:02:22: Berlin ist logistisch besonders anspruchsvoll.
00:02:25: Lola Pelusa produziert in einem Wochenende bis zu zweihundert Tonnen Abfall.
00:02:29: Der Karneval der Kulturen kommt auf dreihundert bis
00:02:33: fünfund
00:02:34: und das verteilt sich über mehrere Kilometer innen statt.
00:02:37: Die Fett der La Musik erzeugt fünftig bis siebzig Tonnen, obwohl es die Dezentralstadt
00:02:42: findet.".
00:02:43: Und dann gibt's noch die Festivals im Berliner Umland – die aber komplett vom Berliner Publikum leben!
00:02:48: Nation of Gondwana, Achtzig- bis Hundertzwanzig Tonnen Müll.
00:02:52: Zurück zu den Wurzeln rund hundert Tonnen.
00:02:54: Melt & Fusion liegen bei dreihundert bis vierhundert Tonne.
00:02:59: Die Müllarten sind extrem vielfältig.
00:03:01: Bei Campingfestivals dominieren Zelte, Stühle, Grills, Gasflaschen, Matratzen, Kleidung, Schuhe mit Teilgegenstände Holzreste.
00:03:09: Manche Festivals sprechen von bis zu fünf tausend liegengelassenen Zelten.
00:03:13: Bei urbanen Festivals ist es anders.
00:03:15: Dort dominieren Getränkebecher, Essensverpackungen, Glas, Dosen, Papier, Zigaretten, Lebensmittelreste.
00:03:22: Lollapalooza hat allein über eine Million Getränkbecher im Umlauf trotz Mehrweg.
00:03:28: Früher war Festivalgastronomie einfach.
00:03:30: Wurstpommes, Bier im Plastikbecher... Heute ist das ein kulinarisches Ökosystem!
00:03:36: Foodtrucks, vegane Küchen,
00:03:38: Bolz,
00:03:39: Barista-Kaffee, Craft Beer, regionale Anbieter, nachhaltige Verpackungen.
00:03:44: Das Angebot ist hochwertig und erzeugt neue Müllarten.
00:03:48: Dazu gehören zum Beispiel Bioplastik, Bambusgeschirr, Holzschalen, kompostierbare Verpackung Klingt nachhaltig, ist aber oft schwer zu recyceln.
00:03:57: Viele dieser Materialien landen am Ende im Restmüll weil sie nicht so ortenrein gesammelt werden können.
00:04:03: Gleichzeitig steigt der Anspruch der Besucher Gutes Essen gute Drinks gute Qualität Aber bitte ohne Müllberge.
00:04:10: Auch die Besucher haben sich verändert.
00:04:12: viele Festivals berichten dass die Generation unterdreißig bewusster konsumiert.
00:04:17: Mehrwegbecher werden besser angenommen Mülltrennung funktioniert besser und es gibt weniger Wegwerfcamping als noch vor zehn Jahren.
00:04:25: Aber die absoluten Mengen steigen trotzdem.
00:04:28: Mehr Besucher, mehr Foodangebote, mehr Vielfalt und mehr Verpackungen.
00:04:31: Und je größer das Festival, desto schwieriger wird die Kontrolle der
00:04:35: Abfallströme.".
00:04:49: Ja, schön.
00:04:50: Guten Morgen lieber Oliver!
00:04:51: Schön dass du heute Zeit für uns hast und uns ein bisschen etwas aus deinem Alltag berichtest.
00:04:58: Schöne Grüße aus Berlin.
00:05:03: Wir reden ja heute über Festivals.
00:05:05: Wie sieht denn ein kompletter Festival-Einsatz für deine Firma ReTech aus von der Planung bis zur finalen Abnahme?
00:05:12: Was passiert da alles?
00:05:15: Also wir unterscheiden natürlich sehr wohl in dem Thema.
00:05:20: wenn direkt mit dem Auftrag jeweils, sprich mit den Veranstaltern dann entsprechend in den Vertrags-Inhalten sind.
00:05:28: Dann ist natürlich von der Planung also Dispositionen
00:05:32: etc.,
00:05:34: diese Dinge die wir selber planen müssen auch in einer Kalkulation und so weiter, sodass zwar diese Flächen dort, die als Veranstaltungsfläche ausgewiesen sind, dann entsprechend auch bearbeitet werden.
00:05:48: Bei dem Thema, wir arbeiten ja sehr viel in Berlin mit der Firma Alba Berlin zusammen.
00:05:54: Wir machen alle großen Events.
00:05:57: also jetzt zum Beispiel kommt ist jetzt ein Pfingsten, das sind mal so unsere größte Herausforderungen Karabiner Kulturen und da müssen wir natürlich schon gucken.
00:06:07: im Vorfeld wird also nochmal einen großer Check-up gemacht mit den Fahrzeugen Da wird die Flug wieviel Personal benötigen wir für?
00:06:15: Da haben wir die entsprechenden Materialien letztendlich vor Ort.
00:06:22: Also, das sind dann so Sachen, die wir im Vorfeld zu vierzehn Tage vorher schon mal darstellen.
00:06:28: Ganz wichtig für uns ist immer, dass gerade bei dem Karneval der Kulturen ein Werkstattwagen mit vor Ort, wo wir entsprechend Reifen dann mitführen.
00:06:43: weil wir doch sehr viel mit Glas zu tun haben.
00:06:47: Und in den vergangenen Jahren, also in der Spitzenzeit nach dem Corona-Thema hatten wir sechszehn Reifen die uns kaputt gegangen sind innerhalb dieser Veranstaltung und das sind natürlich dann Dinge, die wir direkt vor Ort reparieren müssen und deswegen haben wir da mal ein Werkstattwagen eigentlich da schon relativ eingespieltes Team sind.
00:07:15: Die Leute kriegen dann von uns immer die Funkgeräte, damit sie sich untereinander auch dementsprechend verständigen können zusammen der Kunde kriegt von uns auch ein Gerät, damit vor allem koordiniert das ganze stattfinden lassen.
00:07:32: und so haben wir denn letztendlich die Rangehensweise je nach Veranstaltung, je nach diesen eigentlich vom Ablauf her jetzt, also für uns jedenfalls nicht unbedingt herausfordernd sind.
00:07:50: Aber wie du ja weißt Christian erklär mal deinen Job den er eigentlich schon seit zwanzig Jahren macht und was für andere Leute spannend ist es für uns halt im der normale Alltag.
00:08:02: Ja das kann ich mir gut vorstellen.
00:08:06: Wenn wir uns jetzt so ein Festival wie zum Beispiel Karneval der Kulturen vorstellen, welche Müllarten dominieren denn da eigentlich?
00:08:13: und wie unterscheiden sie sich z.B.
00:08:16: von solchen Camping-Festivals?
00:08:21: Nein nicht unbedingt viel mehr.
00:08:23: also man muss immer sagen bei Veranstaltern selber natürlich wenn man eine Veranstaltung plant Dann ist der Senat von Berlin, das gilt auch für Deutschland generell.
00:08:39: Natürlich so dass grundsätzlich die Verwertung oder Recycling von Abfallmengen entsprechend schon zwingend vorausgesetzt werden um überhaupt eine Technik zu bekommen für diese Veranstaltung.
00:08:53: Jetzt unterscheiden wir zwischen einer Recylinge ein bisschen dieser Oberbegriff und haben jetzt hier zum Beispiel bei dem Karneval der Kulturen.
00:09:06: Diese Phänomenen, was ich schon eingangs angefügt habe mit dem Thema Flaschen heißt also sehr viele Themen wo halt eben die Leute auch ihre Flasche mitbringen und dann einfach auf der Straße liegen lassen.
00:09:20: Und da machen wir zb eine stoffliche Verwertung.
00:09:25: das heißt also da wird letztendlich während die Glasflaschen insofern sie noch intakt sind die werden gesammelt als und gehen praktisch dann in das Thema der Glasesammelstelle, ist dann extra für uns offen für dieses Wochenende.
00:09:43: Das sind Größenordnungen die sind wirklich exorbitant.
00:09:46: wir reden hier von Raunebauts hundert Kubikmeter, Hundertfünfzig Kubikmetern, die wir da letztendlich rein nur mit den Händen aufsammeln um sie dann dementsprechend separat Wertstoffkreislauf zur Verfügung zu stellen und das nennt man sogenannte stoffliche Verwertung.
00:10:08: Okay, das heißt da seid ihr dann wirklich in Handarbeit unterwegs
00:10:13: quasi?
00:10:13: Genau, genau.
00:10:15: wir haben also diese Phänomenen.
00:10:18: Wir hatten ja nach dem Corona-Pandemie-Aussetzung hat der Kanabiner Kulturen auch nicht stattgefunden in Berlin und dann hatten wir das erste Jahr Da hat man Storch, das war durch Zweiundzwanzig, wenn ich richtig eine Erinnerung habe.
00:10:35: Wo wir dann entsprechend mit dem Phänomen zu tun gehabt haben dass dort von den gelbigen Stellen diese Kokosnüsse mit Alkohol gefüllt dann entsprechend auf der Straße landeten und wir die natürlich mit unseren Kermarschen überhaupt nicht aufs Sommer konnten.
00:10:52: Das heißt wie hatten ein Riesenproblem Wie geht es überhaupt zu die Straße zur Reinigen?
00:10:58: Also wir kommen da manchmal natürlich auch selbst mit den Kehrmaschinen so ein bisschen an die Grenze, dessen was eigentlich eine Kehr-Maschine wirklich kann.
00:11:08: Man muss sich in der Kehr Maschine vorstellen ist also wie einen Staubsauger, die man zu Hause für das Wohnzimmer hat, ist eigentlich nichts anderes, was wir auf der Straße dort haben.
00:11:19: und ja, da sind wir Situation dann natürlich schon sehr stark beansprucht, je nachdem welche Art der Offense trifft.
00:11:31: Aber wir haben das große Problem oder der Veranstalter ist eigentlich das große probleme dass er sich sehr stark an diese Verwertung handelt.
00:11:41: Also grundsätzlich wird die Veranstaltung immer nur im Mehrwegverfahren genehmigt und das hält auch den Anstaltern ein.
00:11:50: Das Problem ist einfach anliegenden Geschäften, die dort letztendlich dann zufällig an der Straße sind.
00:11:58: Wie man ja weiß, Karnevalekulturen ist ein Umzug von vielen hundert Darstellern und die Zuschauer, die jetzt da am Straßenrand sind, die gehen vielleicht nicht unbedingt an den Katering-Stand, der dafür auch eine Menge Geld bezahlt, dass er letztendlichen seine Speisen und seine Tränke anbieten kann, sondern die gehen halt eben Ja, an das Geschäft oder also in Holzwerke sind noch ein bisschen extremer.
00:12:24: Da sind ja wirklich... Also da werden Kistenweise die Flaschen dann einfach als wilder Hinler mehr oder weniger dann angeboten für exorbitante Preise und den Müll darf dann, nennen wir jetzt mal so, darf dann letztendlich der Veranstalt auch noch bezahlen?
00:12:46: Ja klar, das kann ich mir denken.
00:12:49: Ich habe ja schon Bilder von dir gesehen von was für Mengen wir da sprechen.
00:12:54: Jetzt mal unabhängig von den Fußtruppen die ihr da teilweise los schickt Welche Technik setzt ihr denn ein?
00:13:01: Gibt es sowas wie Presscontainer, mobile Sortierlinien oder muss man sich das so technisch vorstellen?
00:13:08: Nein, nein.
00:13:11: Wir arbeiten da mit forty Kubikmeter Containern also das ist ein Containerfahrzeug am Einsatz.
00:13:17: dann sind sogenannte Selbstlader für alle dachte mal so.
00:13:21: der Name ist eigentlich so ein bisschen bewusst was es sein soll aber es hat einen LKW mit einem Ladekran wo wir praktisch dann uns Haufwerke von den Kehrmaschinen oder auch dann letztendlich von den Handränern die eine Säcke packen dann positionieren innerhalb der Laufstrecke oder innerhalb der Veranstaltungsfläche und dann wird es umgeladen in den Container.
00:13:46: Und dann geht's letztendlich direkt gleich zur Entsorgungstation, also in dem Fall die MPS-Anlage in Reinigendorf, die da extra denn für uns offen hat verwertet werden.
00:14:08: Verstehe, ihr arbeitet natürlich auch oft in der Nacht.
00:14:11: das heißt da funktioniert die Logistik dann auch?
00:14:14: Da ist für euch geöffnet.
00:14:16: Ja ja also das muss man natürlich... Das ist nicht unser Part den haben wir natürlich zusammen.
00:14:22: Alba bekannt ist ein sehr großer Entsorgungsunternehmen oder ein sehr großes Entsorge-Unternehmen und die haben eigene Entsorgerungsanlagen.
00:14:34: Also in Berlin.
00:14:35: halt diese MPS-Anlage und halt eben auch noch im Bundesgebiet, also verteilt mit verschiedenen Verwertungsthemen.
00:14:49: Je nachdem von Glas über Papier über diverse Themen oder den Abfälle zur Verwertungen sind praktisch.
00:14:58: jetzt muss man sich vorstellen wie eine Mülltonne zu Hause.
00:15:02: da kommt ja besten Sinne das Reihen, was letztendlich an Restmüll da ist und das nennt sich dann in Verwertungsstatus.
00:15:10: Nennt sich das ganze Abfälle zur Verwertung.
00:15:13: es gibt also den Unterschied der ist sehr ja ein bisschen wie sagt man so schön mit dem können die Leute nicht anfangen.
00:15:23: für die ist im Oberbegriff immer Müll.
00:15:25: aber wir unterscheiden halt zwischen der stofflichen Verwertungen Und eine thermische Verwertung ist praktisch Verbrennung von Abfällen.
00:15:34: Die stoffliche Verwertungen sitzen wirklich an Menschen, die dann gegebenenfalls in einer Papierverwertung sind, dass da auch noch Menschen sind, die über den Aufwand entsprechend die Störstoffe, die sich darin befinden zum Beispiel im Papiercontainer, die werden mit der Hand dann beseitigt, obwohl es da mittlerweile auch schon sehr viel automatisiert stattfindet.
00:16:03: Also das ist nicht mehr unbedingt so viele Anzahl von Personal notwendig aber es ist immer noch eine reine Handarbeit, aber nicht von uns dargestellt.
00:16:11: Na klar, ihr seid ja die Transporteure oder quasi die Logistik organisieren.
00:16:19: Wie schaut es denn mit so sperrigen Abfällen aus?
00:16:22: Zum Beispiel Zelte, Stühle, Grills oder sogar Glasflaschen.
00:16:26: ist das ein Thema?
00:16:29: Naja also weniger.
00:16:30: bei dem Karneval sind dann wieder mehr diese Festivals Themen oder wirklich das Ganze als Abfälle zur Verwertung.
00:16:39: Das sind dann letztendlich Dinge, die gehen wirklich während dem Verwertungsstatus zugeführt.
00:16:46: Ich habe jetzt ein Alu-Stuhl und dann wird das ganze Alu der Metallverarbeitung zugeführt.
00:16:54: aber es ist eine reine Handarbeit.
00:16:59: Wir trennen nicht auf der Veranstaltungsfläche in die einzelne Container sondern wir packen es in einen Container über den Abfallensorger, die ist dann dafür praktisch denn verantwortlich dass es in Sortenrehen entsprechend das ganze weiter denn verarbeitet.
00:17:18: Ja klar also wie wenn ich zum Wärtschofhof fahre?
00:17:21: Also nur ein paar Dimensionen größer dann.
00:17:26: Was uns noch interessieren würde wir leben ja hoffentlich allmählich in nachhaltigen Zeiten, hat sich so aus eurer Beobachtung das Müllverhalten von Festwilbesuchern irgendwie geändert in den letzten Jahren?
00:17:40: Ja also wenn wir jetzt mal angucken.
00:17:44: Wir sind ja in Berlin doch wirklich als große Stadt natürlich mit sehr vielen Veranstaltungen Lollapaloosa im Olympia-Stadion.
00:17:53: Wir sind auch Partner für Berliner Olympia Stadion, also jetzt in dem Falle über Firma Alba.
00:18:01: Wir arbeiten da im Nachunternehmerbereich für die Firma Albar und machen dort komplett die gesamte Stadionsreinigung.
00:18:11: Und das ganze Jahr über Festival zum Beispiel jetzt am Sommer kommt Helene Fischer und es ist noch eine andere Veranstaltung.
00:18:18: Aber da ist es zum Beispiel so, dass grundsätzlich nur mehr Weg eingesetzt wird.
00:18:24: Beim Lollapalooza-Fest muss man echt sein, die Hand ist wirklich schon stark perfektioniert.
00:18:30: dort kommst du gar nicht rein mit irgendwelchen WIT Flaschen sondern du bist letztendlich Christ.
00:18:38: am Eingang kriegst du so einen Wand Und dann bezahlst du praktisch mit diesem Band an einem Stand.
00:18:45: Du hast also noch nicht mal mit Geld in irgendeiner Weise den Kontakt und dann wird es letztendlich irgendwie abgebucht von deinem Konto.
00:18:52: Wie das da funktioniert, weiß ich jetzt nicht aber auf jeden Fall... Da ist wirklich das Abfallaufkommen bei so einen geschlossenen Veranstaltung, so messigsmache Zeichnen wirklich mittlerweile übersichtlich geworden.
00:19:05: Da kenne ich noch andere Zeiten Die sind schon sehr herausfordernd gewesen, aber da sind wir lange, lange von weg.
00:19:15: Also wo wir früher noch Plastikbecher hatten, denke ich jetzt nur mal an den Kurfürstendamm damals, wo diese Festortwarte gegenüber drei Tage, da haben wir manchmal knöcheltief in den Plastikküchern gestanden Und das waren Mengen, die da wirklich zusammengekommen sind.
00:19:36: Die hat man natürlich heute nicht mehr.
00:19:38: Wir sind bei dem Thema... Natürlich haben wir auch Abfallmengen.
00:19:44: Auch beim Olympia-Stadion zum Beispiel wenn ihr jetzt Hertha spielt oder wir haben jetzt zum Beispiel DFB Pokal.
00:19:53: Endspiel findet ja regelmäßig in Berlin statt einmal am Jahr und da sind natürlich schon Dinge.
00:19:59: also die waren für uns letztes Jahr wieder so ein herausforderndes Thema erwährende natürlich auch von den Fans entsprechend Bandrohlen mitgebracht und diese eine Bandrolle, die hatte doch sage und schreibe in der Länge von über dreißig Metern.
00:20:18: Die müssen die wahrscheinlich zusammen eklebt haben im Stadion selber weil irgendwie also wir haben es kaum weg transportieren können so groß waren letztendlich diese diese Bandrohen dort so ein Melchixer Bezeichnung oder diese Banner und also sind dann so Herausforderungen, denen wir uns natürlich wirklich stellen.
00:20:40: Ja
00:20:40: klar.
00:20:42: NFL zum Beispiel die haben Mengen, das ist unfassbar, unfassbare.
00:20:49: Diese Choreografie hat ja auch regelmäßig, wenn jeder Sitzplatz kriegt um eine Runde wundet Papier oder wie auch immer, dann werden die Dinge letztendlich dann hoch gezeigt und gibt natürlich ein tolles tolles Bild ab.
00:21:03: Also bei der NFL, wo wir letzten Jahr waren da hatten sie wirklich also eine ganz tolle Choreografie.
00:21:12: aber die Mengen, die dahinter standen, den wir entsorgt haben, die waren schon wirklich herausfordernd.
00:21:17: Wir haben mal ein Foto gemacht, das müsste ich dir mal rüber schicken.
00:21:21: Da sind also da nur praktisch die Papier oder wie auch immer, was das jetzt gerade war.
00:21:33: Kann ich jetzt herr nicht mehr sagen, aber Fahnen?
00:21:35: Irgendwann waren das wirklich Mengen und es muss alles einzeln mit den Händen aufgehoben werden.
00:21:41: Da haben wir wirklich Stunden über Stunden zu tun gehabt.
00:21:46: Ja Ranschen, vielleicht weichen wir jetzt hier vom Fragestell mal kurz ab.
00:21:50: Mich wird noch interessiert.
00:21:52: ihr findet ja bestimmt auch regelmäßig sehr kuriose Geschichten wie schaut's denn aus mit Handys Auto Schlüsseln weiß ich nicht oder sonstige Dinge die der Festival Besucher so bei sich hat.
00:22:07: Wollen wir jetzt im Podcast über die richtigen Themen reden?
00:22:11: Können wir gerne tun.
00:22:12: Wir sind ja auch bei einer anderen Veranstaltung, die kommt jetzt im Juni.
00:22:17: Da geht es hier um CSD und da sind schon wirklich die Dinge... Da ist natürlich Hardcore in Berlin, das ist eine Demonstration.
00:22:33: Eigentlich nur eine Teileistung aus diesem gesamten Thema, nämlich den Tiergarten.
00:22:38: Und da ist es natürlich schon Situationen, das sind dann auch mal Kondome etwas gefüllt und die hängen wahrscheinlich zum Trocknen im Busch.
00:22:56: Und die dürfen wir dann natürlich mit einer Greifzange entsprechend entsorgen.
00:23:00: Also schön ist.
00:23:01: anders muss man echt sagen, also wir haben auch schon mal diese Fetisch-Feste gemacht, kommt mir auf den Namen wie das hieß Vollsomeparty in Europa Und da lernste auch wirklich neue Dinge kennen, also in Lack- und Leder gekreitete Menschen vorne mit so einem Becken dran wurde denn letztendlich.
00:23:29: Der Mensch hat selber noch eine Schnüffelmaske auf gehabt, wie so eine Gasmaske muss man sich das vorstellen?
00:23:35: Dann konnte ich es dann eigentlich reinschiffen!
00:23:42: Also das sind dann auch so Veranstaltungen, wo wir denn den Beirreinigungsstellen, also die Handreihen ja dort.
00:23:48: Dann entsprechend natürlich schon und den Anruf kriegt habe.
00:23:52: Und wo mir gesagt wird Mensch Olli, ich hab jetzt hier mit Wenz anderen gerechnet aber nicht damit.
00:24:00: Da muss man natürlich schon sagen, dass manchmal auch ein bisschen Überwindung, aber grundsätzlich ganz viel.
00:24:07: Geld verlieren die Leute, wenn ich an den Fennmeilen denke.
00:24:13: Wenn die Leute dann irgendwie mal die Not durft hatten und dann wurde die Box runtergezogen und dann lag natürlich der Zehn oder zwanzig Euro Schein neben dem anderen Haufen
00:24:28: Ja, man kann das vorstellen.
00:24:30: Ihr seht wirklich viel und umso dankbarer können wir eigentlich alle sein dass ihr die Stadt wieder vorzeigbar macht.
00:24:39: Was glaubst du?
00:24:41: Lass uns noch einen kurzen Blick in die Zukunft wagen.
00:24:43: was wird sich so ändern aus deiner Sicht?
00:24:46: Was A der Müll angeht B die Logistik rund um diese Festivals
00:24:52: also bei dem Thema glaube Wir sind da relativ weit schon in der Form viel ändern, es geht ja im gesamten Abfallthema.
00:25:04: Geht's mehr oder weniger darum?
00:25:06: In einer Abfallhierarchie gehts um Vermeidung.
00:25:10: also glaube das ist noch ein Thema wo wir vielmehr noch tun können ja wo man wirklich sagen muss dieser Abfallvermeidung kann nur in dem Falle denn durchgeführt werden, wenn wirklich auch schärfere Kontrollen stattfinden.
00:25:28: Zum Beispiel beim Festival Oda zum Beispiel, wenn die jetzt hier zum Beispiel bei den Karnevalenkulturen entsprechend der Zugang einfach erst mal reglementiert wird und damit natürlich dann noch Taschenkontrollen Spirituosen verkaufen.
00:25:50: Denn es ist illegal, definitiv man braucht ja für auch solche Dinge die Genehmigung.
00:25:55: in der Regel genehmigen die Behörden diese Dinge nicht.
00:26:01: also jetzt nicht der Laden der jetzt da sowieso schon ein bisschen Dönerladen oder irgendwas andere.
00:26:06: Die können natürlich ihre Sachen verkaufen ohne Frage.
00:26:09: aber es gibt halt eben noch viele die sich als Geschäftern sehen und wirklich so außer ihr Portemonnaie füllen relativ wenig dazu beitragen, dass danach auch eine Fläche wieder aussieht.
00:26:23: Dass man so auf jeder Einjahrmaße betreten kann und da haben wir schon große Themen.
00:26:28: Da hat der Senat von Berlin eigentlich mal versucht mit den Ordnungsämtern in der Heranziehung von anderen Bezirken entsprechend ein bisschen mehr Ordnung herbeizuschaffen.
00:26:39: Man hat es wirklich nicht geschafft weil so viel an fliegenden Hindern gab.
00:26:47: Das muss man wirklich sagen.
00:26:48: Und wir haben ja die Diskussion jetzt gerade in Berlin mit dem Thema Görlitzer Park, also wenn dann mal so eine Veranstaltung der Stadt finde ich nicht unbedingt über einen Veranstalter gehen.
00:26:58: Also wo letztendlich ist er ein Veransteller in diesem Fall aber kein Catering an die Boden wird und dann bringen die Leute ihren ganzen Kram mit Nehmen ihn halt nicht wieder mit nach Hause.
00:27:10: Weil wir teilweise nicht nachvollziehen können, dass man letztendlich in der Lage ist dazu die Flasche Bier von dem Einkaufsladen hin zur Veranstaltungsfläche zu Festiveflächen zu bringen.
00:27:21: aber man schafft es nicht, jetzt endlich die Möder mal mitzunehmen sondern die liegt dann letztendlig irgendwie verinsortiert vielleicht noch im besten Fall neben der Mülltolle weil dann irgendjemand für acht Cent der Meinung ist, er bückt sich dafür.
00:27:35: Der tut ja aber auch nicht.
00:27:36: und dann sieht es natürlich aus wirklich wo man sagt also da ist der obane Raum dann wirklich sehr stark vermüllt für den Zeitraum gerade nach dem langen Wochenende.
00:27:48: wir haben jetzt wieder ein langes Wochenende und in der Abhängigkeit der Wetter-Situation kann das schon mal wirklich herausfordernd werden.
00:27:57: Ja, ich denke das war ein schönes Schlusswort, Oliver.
00:28:02: Ich höre da einfach ganz klar raus, was ich vorher auch schon befürchtet hatte.
00:28:07: Also logistisch und auch organisatorisch ist eigentlich die Müllvermeidung schon sehr weit.
00:28:12: aber unser größtes Bollwerk ist wie in so vielen Lebensbereichen die Unvernunft der Menschen.
00:28:19: Und
00:28:20: ja hoffen wir dass ihr dieses Jahr einen super Festival Sommer habt ohne... absolut skurrieren Fundstücke eventuell.
00:28:28: Ganz, ganz herzlichen Dank für deine Zeit und für diese super Einblicke in eure tägliche Arbeit!
00:28:33: Ich danke dir.
00:28:35: Vielen dank auch und schöne Grüße zurück.
00:28:39: Auf meiner Seite.
00:28:40: vielen Dank Oliver dass du heute bei uns warst und das war sie für diese Woche die VR-Funk Ausgabe mit einem Blick in die Welt der Festivallogistik in der Tonnen von Abfall enge Zeitfenster und komplexe Prozesse zusammenkommen.
00:28:54: Vielen Dank auch nochmal an den Gast und natürlich an meinen Co-Host, Christian.
00:28:58: Und dann wünschen wir jetzt allen ein hoffentlich langes Wochenende und wie immer eine Allzeit gute Fahrt!
Neuer Kommentar